Archiv des Autors: Sarah Walden

WICHTIGE TERMINE 2019/2020

  • 04. Dezember 2019      Elternsprechtag 5.- 10. Klasse, 16:00 Uhr bis 20:30 Uhr

                                                kein Nachmittagsunterricht, außer oGT und gGT

                                                Online- Buchung ab 29.11. (13:00 Uhr) bis 02.12. (9:00 Uhr)

                                                analoger Eintrag am 02.12.19 ab der Pause

  • 11. Dezember 2019      Unesco-Anerkennungsfeier um 15:30 Uhr mit anschließendem                                                                       Weihnachtsmarkt

                                                kein Nachmittagsunterricht, außer oGT und gGT

Oral History: Vom Leben in der ehemaligen DDR Großmutter eines Schülers als Zeitzeugin zu Gast

Kürzlich besuchte die Großmutter des Schülers Lukas Peintinger die Klasse 10A und erzählte den Schülern von ihrem Alltag in der ehemaligen DDR. Auch die Geschichtslehrerin der Klasse 10A, Frau Seidl, freute sich sehr und dankte für den Besuch, da die Schüler so Geschichte „aus erster Hand“ erfahren konnten.

Geboren wurde die Zeitzeugin 1963 in Thüringen und wuchs dort auch auf. Sie berichtete den Schülern von ihrer Kindheit und Jugend, aber auch von den Veränderungen nach der Wende 1989. Dabei kam sowohl die wirtschaftliche Situation zur Sprache, von Lebensmitteln bis zum „Trabi“ und wie man überhaupt zu einem Auto kam, aber auch die gesellschaftlichen Gegebenheiten, wie zum Beispiel die kostenlosen Kitas oder der Schulbesuch.

Durch die äußerst zahlreichen Fragen der Schüler zum Leben während der DDR-Zeit und nach der Wiedervereinigung vergingen die beiden Schulstunden wie im Fluge und die Schüler konnten ihr Wissen zur Geschichte der DDR durch diese authentischen Aussagen anhand von  oral history anschaulich erweitern.

Das Bild zeigt die Großmutter von Lukas Peintinger –  umringt von den interessierten Schülern der Klasse 10A.

Text: Ulrike Seidl

Foto: Peter Werner

Singend den neuen Chef begrüßt

Amtseinführung von Stefan Renner als Leiter der Ludmilla- Realschule

Bogen. (dw) Was für eine schwungvoll-unterhaltsame und heiter-musikalische Amtseinführung von Stefan Renner, dem neuen Leiter der Ludmilla-Realschule. Neben vielen guten Wünschen und Ratschlägen gab’s sogar ein eigens für ihn getextetes und musikalisch umgesetztes Gratulationslied.

Eingebettet war der Festakt, humorvoll von Konrektorin Birgit Reindlmeier moderiert, in ein von Schülern und Lehrern einfallsreich gestaltetes Programm. Und das startete unkonventionell mit einem „Einführungs-Shalala“, nämlich einem Gute-Laune-Gratulationssong von Studienrätin Karin Saller samt ihren 100 Fünftklässlern. Alle Besucher „shalalaten“ singend und klatschend

so begeistert mit, dass der Raum fast zu schwingen begann. Auch zwischen den Beiträgen der neun Redner durfte man sich an einem Mix aus Musik und Tänzen freuen, wobei beim Karneval der Tiere“ am Schluss Stefan Renner allerdings nur bildlich mit Schwung mitmischte.Gute Wünsche gab es für den neuen Schulleiter Stefan Renner und seine Frau (2. und 3. v. r.) von Landrat Josef Laumer (r.), Ministerialbeauftragtem Manfred Brodschelm (l.) und von Ludwig Waas, Kathrin Zacherl, Ulrich Rummel, Manfred Bauer, Birgit Reindlmeier, Fritz Bittner und Josef Zellmeier (v. l.)  Foto: dw

„Ein Hoch auf das, was vor uns liegt“

Ulrich Rummel, als Schulleiterstellvertreter neu an der Schule, gab mit den Worten „Ein Hoch auf das, was vor uns liegt, dass es das Beste für uns gibt“ aus dem Songtitel „Auf uns“ von Andreas Bourani den Erwartungen der Schulfamilie dichterischen Ausdruck. Ministerialbeauftragter Manfred Brodschelm stellte die Philosophie eines ihm bekannten Münchner Mitmachzirkusses an den Anfang seiner Ausführungen. Ganz entsprechend dessen Motto „Trau dich“ habe sich Stefan Renner mit Selbstvertrauen der neuen Herausforderung gestellt. Der 1973 in Burglengenfeld geborene Stefan Renner habe an der Uni Regensburg Mathematik und Physik für das Lehramt an Realschulen studiert und setzte seine berufliche Laufbahn zuletzt als Stellvertreter der Schulleiterin an der Johannes-Turmair-Realschule in Abensberg fort. Wichtig in seinem Führungsstil sei immer seine wertschätzende Gesprächsführung. Aufgrund seines Werdegangs sei er der Richtige für dieses Leitungsamt. „Damit Sie die Werte Ihrer neuen Wirkungsstätte nicht aus den Augen verlieren, überreiche ich Ihnen einen klugen Wertekompass, der sehr gut auf Ihrem Schreibtisch Platz hat.“

Eine Schule mit hochwertiger Ausstattung

Stefan Renner habe für seine neue Aufgabe eine Schule mit hochwertiger und zukunftsweisender Ausstattung bekommen, in die der Kreistag im Rahmen des Digitalpaktes Bayern weiter mit einem Glasfaseranschluss investiert, betonte Landrat Josef Laumer und fügte hinzu: „Seit unserem Kennenlerngespräch im Landratsamt weiß ich, dass Ihnen als gebürtigem Oberpfälzer dank Ihrer aus Salching stammenden Frau unser Niederbayern bekannt und lieb ist.“

Während MdL Josef Zellmeier die erst kürzlich wieder vergebenen Bestnoten für das bayerische Schulsystem zum Mittelpunkt seiner Rede machte, hob Bogens Bürgermeisterstellvertreter Fritz Bittner hervor, dass die Ludmilla-Realschule eine Vorzeigeschule, was Innovation und Schulentwicklung beträfe, sei „eine Topadresse in der Schullandschaft.“ Kreisrat und Fördervereinsvorsitzender Ludwig Waas erinnerte daran, dass er wie der Landrat einst zu den ersten Schülern der Bogener Realschule gehörte und ihr viel verdanke.

Mit einem die Aufschrift „Ludmilla-Realschule“ tragenden Schiff als Geschenk gratulierten Elternbeiratsvorsitzender Manfred Bauer und das Schülersprechertrio Sophia Arnold, Florian Franke und Lukas Meng und verrieten mit witzigen Ratschlägen, wie sie sich die Zukunft mit dem Neuen vorstellten. Originell verpackt in einem speziellenKarton war das amüsante Willkommen von Personalratsvorsitzender Kathrin Zacherl, unterstützt von Kollege Sigbert Kopp.

Natürlich war es der neue Chef selbst, der das letzte Wort hatte und dabei feststellte: „Mein Wunsch ist es, dass wir jeden Tag gern herkommen und dass mit viel Freude gelehrt und gelernt wird.“

Chemie der Sinne

Klasse 9B an der Universität Regensburg

Chemie der Sinne – unter diesem Motto stand die Exkursion der Klasse 9B an die Universität Regensburg. Das selbstgesteuerte Experimentieren stand bei diesem Schülertag am Lehrstuhl von Prof. Dr. Tepner im Vordergrund. Somit wurden nicht nur die labortypischen Arbeitsweisen geschult, sondern auch das Verständnis der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung gefördert.

Sehen, Fühlen, Schmecken, Hören. Diese Sinne konnten sie Jugendlichen einsetzen,als es beispielsweise darum ging, welche Substanzen sich für die Herstellung von Kühlpacks am besten eignen. Ferner konnten die Schülerinnen und Schüler zuckerfreie Gummibärchen herstellen. Das Ergebnis hierbei war erstaunlich: Während die fertigen Gummibärchen ja durchaus ansprechend aussahen, war das Geschmackserlebnis nicht so überzeugend. Was aber zeigte, dass die Herstellung von leckeren Gummibärchen doch nicht ganz so einfach ist. Als nächstes war der Sehsinn gefragt. So lernten die Schüler, wie man den für die rote Farbe verantwortlichen Farbstoff aus Gummibärchen nutzen kann, um den pH-Wert verschiedener Haushaltschemikalien zu bestimmen. Knallgas lässt sich durch die Wasserelektrolyse, also der elektrolytische Zersetzung von Wasser oder durch die thermische Zersetzung von Wasser herstellen. Und den Knall beim Entzünden von Wasserstoff fanden die Schüler natürlich sehr beeindruckend.

 

 

Bestens betreut von Mitarbeitern und Studenten des Lehrstuhls konnten die Schülerinnen und Schüler der Ludmilla-Realschule somit einen kurzweiligen und lehrreichen Vormittag verbringen.

 

Foto und Text: Tobias Woydke

Klimaschutz konkret: Handwerkskammer stellt grüne Berufe vor

25 Realschüler informieren sich am bundesweiten Green Day über umweltfreundliche Handwerksberufe
Am bundesweiten „Green Day“, einem Orientierungstag für Umweltberufe, besuchten 25 Schülerinnen und Schüler der Ludmilla Realschule in Bogen das Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Straubing, um etwas über grüne Technologien und umweltfreundliche Handwerksberufe zu erfahren.

Umweltschutz beginnt im Kleinen

Andreas Hofbauer, Ausbilder Sanitär-Heizung-Klima (SHK), erklärte den Neuntklässlern zu Beginn, welche Energiequellen wir aktuell nutzen und welchen Einfluss das auf unseren Planeten hat. „Ihr verbraucht doppelt so viel Energie wie damals eure Eltern und eure Kinder werden wieder doppelt so viel Energie verbrauchen, wie wir es heute tun“, erläuterte er. An welchen Stellen Einsparungen möglich sind, darüber könnten beispielsweise SHK-Anlagenmechaniker und Elektroniker beraten und so zum Umweltschutz beitragen. „Würde man alle veralteten Heizungspumpen in Deutschland austauschen, könnte man so viel Energie einsparen, wie die deutsche Bahn täglich verbraucht, und dadurch ein ganzes Atomkraftwerk abschalten“, so Hofbauer.

„SHK-Anlagenmechaniker sind wahre Energieprofis“

Wie solche nachhaltigen Heizungsanlagen funktionieren und welche Aufgaben der Handwerker beim Einbau hat, das konnten die Schüler in verschiedenen Versuchsaufbauten bestaunen. So lernten sie beispielsweise, dass moderne Pelletöfen inzwischen via App gesteuert werden können, um möglichst effizient zu heizen. „SHK-Anlagenmechaniker sind wahre Energieprofis und deswegen gefragte Fachkräfte“, so Hofbauer.

Anhand verschiedener Leuchtmittel mit unterschiedlichem Verbrauch zeigte er, wie ein Elektroniker durch fachmännische Beratung einem Privathaushalt oder auch Unternehmen dabei helfen kann, Energie zu sparen.

So konnten die Schüler der Klasse 9A aus erster Hand erfahren, wie man – auch bei der Berufswahl – einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

In verschiedenen Versuchen erklärte Ausbilder Andreas Hofbauer den Schülern, wie Heizanlagen funktionieren.

Foto: HWK Straubing

Text: Tobias Woydke

 

 

Von der Arbeit eines Archäologen

Kreisarchäologe Dr. Husty gibt als Experte Einblicke in seinen Berufsalltag

Es ist schon zu einer Tradition an der Ludmilla-Realschule geworden: Der Besuch des Kreisarchäologen Dr. Ludwig Husty in den 6. Klassen. In zweiGruppen brachte er den Schülerinnen und Schülern wieder einmal die Arbeit eines Archäologen sehr anschaulich und aus erster Hand näher.

Mit aussagekräftigen Bildern der Vorgeschichte unseres Landkreises aber auch von Grabungsstätten aus dem Landkreis, vor allem auf dem Bogenberg, stieg Dr. Husty in seinen Vortrag ein. Die notwendigen technischen Geräten und allgemeinen Regelungen, wo und wann gegraben wird, wurden erklärt und auch die Luftbildarchäologie vorgestellt. Dabei betonte Dr. Husty, dass es im Landkreis derzeit viele Aufträge für den Archäologen gibt, da die Bautätigkeit enorm ist.

Der Kreisarchäologe erläuterte, dass vor allem auch die zahlreichen Gräberfunde mit Beigaben im Landkreis viele Rückschlüsse auf eine bestimmte Zeit und die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod zuließen.

Die Schüler konnten originale Funde wie auch Repliken von interessanten Funden betrachten und anfassen: Gefäße und Schmuckstücke, aber auch Werkzeuge z.B. aus der frühen Jungsteinzeit.

Dabei kamen viele Fragen auf: Wo finden Sie etwas? Wie werden außergewöhnliche Stücke untersucht? Wem gehören eigentlich die Fundstücke?

Solche und ähnliche Fragen wurden von den Schülern gestellt, aber auch von eigenen Fundstücken berichtet.

Daneben erzählte Dr. Husty auch von möglichen Interpretationen der Funde, sodass diese „zum Sprechen gebracht werden“. Hierzu werden allerdings noch andere Historiker und neueste Untersuchungsmethoden, z.B. DNA-Analysen, herangezogen.

Dr. Husty bereicherte mit seinem abwechslungsreichen Vortrag wieder einmal den Geschichtsunterricht und erweiterte so das Wissen der Schüler zur Arbeit eines Archäologen, vor allem im regionalen Bereich. Die Schüler dankten es ihm mit zahlreichen Fragen und großem Interesse an seinen Funden.

 

Foto und Text: Ulrike Seidl und Sigi Kopp

Schüler laufen, radeln und schwimmen für Nepal

Ludmilla-Realschule führte Spendentriathlon durch – Hälfte geht an die „Kleine Hilfe Nepal“

Raus aus der Schule, rein in die Turnschuhe: Hilfe für Kinder und Jugendliche in Nepal und persönlicher sportlicher Einsatz standen bereits am Ende des vergangenen Schuljahrs für rund 500 Schüler der Ludmilla-Realschule auf dem Stundenplan. Konkret bedeutete dies: laufen, radeln, schwimmen für den guten Zweck und zwar nicht gegeneinander, sondern miteinander, denn jeder Meter wurde von Betrieben und freiwilligen Spendern entlohnt. Jetzt wurde die Hälfte des sportlichen Ertrags gespendet und zwar an die „Kleine Hilfe Nepal“.

Die andere Hälfte soll dem Wunsch der überwiegenden Mehrheit der Schüler der eigenen Schule zugutekommen. Dr. Detlef Gück, Vorsitzender des gleichnamigen Vereins, nahm die Spende am vergangenen Freitag entgegen und berichtete allen Klassensprechern von seinem Projekt und dem Kinderzentrum in Taplejung im Norden Nepals.

„Gemeinsam mit den Mönchen des buddhistischen Klosters Kopan, das ganz in der Nähe liegt, planen wir ein großes Schulprojekt für die Kinder aus der Umgebung“, sagte Gück. Bisher sei geplant, dass in Zusammenarbeit mit den Mönchen des Klosters eine Schule für bis zu 500 Kindern gebaut werde. Auf dem Schulgelände sollen nach und nach Klassenzimmer, separate Schlafräume für Mädchen und Jungen, sanitäre Anlagen, Küche sowie Essensraum, Gemeinschaftsraum und Spielplatz gebaut werden. Dieses große Projekt könne aber nur gemeinsam geschafft werden. Der Verein werde dabei das Kloster vor allem finanziell beim Gebäudeaufbau unterstützen. „Die Mönche des Klosters organisieren die Bauarbeiten vor Ort und übernehmen die Betreuung der Kinder“, so der Vorsitzende.  Ziel des Projekts sei es, eine moderne und offene Bildung für die Kinder sowie die Vermittlung des kulturellen Erbe Tibets. Heute fördert der Verein zwei Kinderzentren im Himalaya und ein Wasserprojekt in Nepal. Bereits seit mehreren Jahren führt der Deggendorfer Augenarzt selber Einsätze durch. Innerhalb von zehn bis vierzehn Tagen behandelt er dabei bis zu 1000 Menschen. „Die meisten Menschen dort sind noch nie mit einem Augenarzt in Berührung gekommen“, sagte Gück.

 

Es war ein sportlicher Einsatz der besonderen Art, an dem die Schüler teilnahmen. Es ging nicht um die besten Zeiten, den schnellsten Läufer oder Schwimmer, es ging um ganz konkrete Hilfe für Nepal“, betonte der Organisator Markus Bittner im Gespräch mit den Klassensprechern. Schüler aller 5. – 9. Klassen haben sich daran beteiligt und gingen an diesem Tag nicht zur Schule, sondern setzten sich stattdessen durch ihren gemeinsamen Wettkampf freiwillig für Menschen in Nepal ein: Da wurde gelaufen und gehechelt, geschwitzt, geschwommen, getreten und geradelt. Die Schüler engagieren sich schon seit mehreren Jahren und über alle Jahrgänge hinweg für benachteiligte Menschen nicht nur in Afrika und Asien, sondern auch in der Region. „Dieses außergewöhnliche, nachhaltige und langfristige Engagement von jungen Menschen verdient höchste Anerkennung. Der persönliche und freiwillige Einsatz aller stand bei diesem Spendentriathlon im Vordergrund und stellt den großen Wert des Projekts dar“, sagte Schulleiter Stefan Renner. Die Aktion passe auch sehr gut in den Lehrplan und in das Unesco-Projektschulenkonzept der Realschule. Dabei liege der Schwerpunkt auf der Förderung von Schulen weltweit. Sie wiederum sei ein Kernbereich der Unesco. „Die Schüler beweisen, dass der Gedanke der „Einen Welt“ schon stark in der Schule verwurzelt ist. So zeigen die Schüler Solidarität und kümmern sich um die Zukunftschancen Gleichaltriger in einem weit entfernten Land“, sagte Renner.

Bild: Schulleiter Stefan Renner, Schulpsychologin Ingrid Pirgie, Dr. Detlef Gück, Vorsitzender des Vereins „Kleine Hilfe Nepal“ und Markus Bittner (hinten von links) mit den Schülersprechern Sophia Arnold, Lukas Meng und Florian Franke (vorne von links)

Text und Foto: uk