Archiv des Autors: Sarah Walden

Orgelportrait übergeben

Oberalteich. Am Donnerstag, 19. November, besuchte die Klasse 6b der Ludmilla-Realschule Bogen zusammen mit stellvertretendem Schulleiter Ulrich Rummel, Musiklehrerin Karin Saller und den Geschichts-Referendarinnen Sonja Achatz, Katharina Lechner und Rieke Weinzierl die ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul in Oberalteich. Ebenso wie in den vergangenen Jahren haben sich die Schülerinnen und Schüler der Ludmilla-Realschule im Rahmen des deutschlandweiten Projekts der Deutschen Orgelstraße „Königskinder heben den Kulturschatz Orgel“ auf die Spuren dieser Königin der Instrumente begeben. Das daraus entstandene Orgelportrait wurde von stellvertretendem Schulleiter Rummel an den Hausherrn der Kirche, Pfarrer Richard Meier übergeben. Dieser bedankte sich mit einer kurzweiligen Führung zur Geschichte der Kirche und des ehemaligen Klosters Oberalteich in der die Schülerinnen und Schüler unter anderem auch die Oberkirche besichtigen durften. Dass die Altarbilder mit einer knapp 300 Jahre alten Kurbelvorrichtung heruntergelassen werden können brachte die Gäste ebenso zum Stauen wie viele weitere spannende Informationen von Pfarrer Meier. Im Anschluss daran erkundeten die Schüler unter Leitung von Musiklehrerin Karin Saller die Kirchenorgel. Dabei erhielten die Teilnehmer sowohl Informationen über die Technik und Funktionsweise der Orgel als auch einen Einblick in das Innenleben des großen Instruments. Die Kinder erlebten live, dass die Kirchenorgel wahrlich ein Instrument mit enormer Klanggewalt ist, die ergreifend ist. Fazit einer Schülerin: „Das sieht man nicht alle Tage!“

Stellvertretender Schulleiter Ulrich Rummel übergibt zusammen mit Musiklehrerin Saller das Orgelportrait an Pfarrer Meier (vorn von rechts) umrahmt von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 6b der Ludmilla-Realschule

Interessiert lauscht eine Schülergruppe den Klängen der Orgel, gespielt von Musiklehrerin Karin Saller

Bilder und Text: Karin Saller

In der Realschule gelandet 

Für die Klasse 6A war dieser Besuch eine glatte Punktlandung: Herr Röser von der Cargolux hielt an unserer Schule einen Vortrag über seinen Beruf als Pilot. Dabei beantwortete er viele Fragen der Schülerinnen und Schüler. 

Der Pilot erklärte, er habe schon 12.000 Flugstunden hinter sich und war als Pilot schon auf allen Kontinenten – außer der Antarktis. Derzeit fliegt er eine Boeing 747F. Dieses Flugzeug ist für große und schwere Fracht gebaut und kann zum Teil in zwei Stockwerken beladen werden. Er hat schon Formel-1-Autos transportiert, wertvolle Rennpferde oder zerlegte Hubschrauber. Ebenfalls erklärte er den Schülern, er sei kein Fan von Pilotenuniformen, die er sofort nach der Landung gegen bequeme Kleidung eintauscht. Herr Röser findet seinen Beruf sehr abwechslungsreich, weil man neben vielen Ländern auch viele unterschiedliche Kulturen kennenlernt. Leider bringe die Fliegerei auch gefährliche Situationen mit sich, wie er anhand zweier Notlandungen erzählt, bei denen zum Glück nichts passiert sei. 

Am Ende seines Vortrages zeigte Herr Röser der Klasse noch Fotos von seinen Flugzeugen, die er bisher fliegen durfte. Angefangen als Segelflieger mit 14 Jahren hat er durch Lehrgänge und Prüfungen immer größere Flugzeuge steuern dürfen – außer Hubschrauber. Er ist Mitte fünfzig und wünscht sich, noch lange in den Lüften bleiben zu können. Der Vortrag endete mit einer Hausaufgabe für die Klasse: Die Schülerinnen und Schüler in der 6A mussten geographische Fragen, etwa nach Zeitzonen oder Kontinenten und Städten beantworten. Dieser Vortrag war eine echte Punktlandung! 

Text: Michael Braun

Bilder: Uli Kimberger

Erinnerung an den Mauerfall vor 31 Jahren als UNESCO-Projekt

Am 9. November jährte sich der Mauerfall in Berlin zum 31. Mal. Anlässlich dieses denkwürdigen Jubiläums führte unsere Schule als anerkannte UNESCO-Projektschule unter der Federführung von Lehrerin Sonja Müller-Pertschy und UNESCO-Schulkoordinator Peter Werner einen Projekttag an der Schule durch. Im Vorfeld wurden zahlreiche Schuhkartons von Eltern und den Schuhfachgeschäften „Reno“ und „Happy Schuh“ in Straubing gesammelt. In der Aula der Schule bauten Schülerinnen der UNESCO-AG aus der Klasse 5d eine symbolische Mauer mit den Schuhkartons auf. Eine Seite stand für die ehemalige DDR mit Flagge und Todeszone, die andere für die BRD, ebenfalls mit einer Flagge gekennzeichnet. Die SED-Führung ließ die Mauer errichten. Baubeginn war am 13. August 1961, am 9. November 1989 fiel die Mauer und vereinigte somit das geteilte Deutschland. Sie stand als Symbol des „Kalten Krieges“ 28 Jahre und wurde auch „antifaschistischer Schutzwall“ genannt. Die Länge der Mauer zwischen Ost- und Westberlin war 46 km und die Grenzanlagen um ganz Westberlin 155 km. Die SED-Führung ließ die Mauer bauen, um den Flüchtlingsstrom von Osten nach Westen zu unterbinden. In dieser Zeit wurden ca. 245 Menschen an den Grenzanlagen getötet. Die Schülerinnen und Schüler, die zwei Buchstabenrätsel lösten und deren Begriffe „Freiheit“ und „Demokratie“ ergaben, durften am Ende der Veranstaltung die Mauer „einreißen“. Ebenfalls wurden den Schülerinnen und Schülern Fragen zur Thematik während der Veranstaltung beantwortet, da sie diese Problematik des Mauerbaus und die Trennung zwischen Ost und West nicht erlebt hatten. Diese Veranstaltung sollte im April diesen Jahres am „Internationalen Projekttag“ der UNESCO durchgeführt werden.

Bilder und Text: Peter Werner

Lichter für den Frieden

Kriegsgräberstätten sind Lernorte der Geschichte, die den Lebenden eindringlich Mahnung zum Frieden sein müssen! Die Sensibilisierung für die Gefahren extremistischer Weltanschauungen gehört zum pädagogischen Programm und frühpräventiven Bildungsauftrag des Volksbundes. Der Volksbund ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe sowie anerkannter Träger der politischen Erwachsenenbildung. Wem Offenheit wichtig ist, wer an der Vielfalt Europas teilhaben und wer sich mit dem Thema Frieden beschäftigen möchte, findet hier spannende Angebote.

An der Ludmilla-Realschule unterstützen wir den Verein mit unserer jährlichen Kerzenbestellung im November. Dieses Jahr kamen durch die Aktion „Lichter für den Frieden“ ca. 800 € zusammen.

Text: Monika Tremmel 

Bilder: Uli Kimberger

„Angel dir deinen Arbeitsplatz“ – Unser Besuch bei der Ausbildungsmesse

Am Donnerstag, den 1. Oktober 2020 machten sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf den Weg zur Ausbildungsmesse „Angel dir deinen Arbeitsplatz“ in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle nach Straubing. Zahlreiche regionale Unternehmen waren dort vertreten, um ihre Betriebe und die jeweiligen Ausbildungsberufe vorzustellen. Die Schülerinnen und Schüler zeigten reges Interesse daran, die Unternehmen und deren unterschiedlichen Möglichkeiten kennenzulernen und dabei erste Kontakte zu knüpfen.

Trotz Corona-Pandemie wiesen die Firmenvertreter eindringlich daraufhin, dass sie auf der Suche nach Nachwuchs sind und zahlreiche Praktikumsmöglichkeiten anbieten. Dabei wurden auch so manche Schülerinnen und Schüler bereits zum „Anpacken“ animiert.

Am Ende der eineinhalbstündigen Veranstaltung verließen die Jugendlichen reich an Informationen – aber auch Werbegeschenken 😊 – die Ausbildungsmesse, um sich gemeinsam wieder auf den Rückweg zur Ludmilla Realschule zu begeben.

Text: Jennifer Probst

Fotos: Eva-Maria Geyer

Ein Lesekünstler an der Ludmilla-Realschule: Stefan Gemmel liest aus seinem Buch „Lukas und der Zauberschatten“

Wie geht denn so was? Ein erfolgreicher Kinder- und Jugendbuchautor, der früher gar keine spannenden Geschichten geschmökert hat? Keine „Fünf Freunde“? Keine „Drei Fragezeichen“, nicht mal „Die Schatzinsel“? „Na ja, es blieb zum Glück nicht dabei“, räumte Stefan Gemmel vergangenen Montag an der Ludmilla-Realschule ein. Das Glück marschierte in Gestalt seiner Deutschlehrerin an. Die knallte ihm eines Tages mitten im Unterricht einen Wälzer auf die Tischplatte, der nichts mit dem Lehrplan zu tun hatte. „Das war so ihre Art, sie schleppte immer schwere Taschen voller Nachschub für die Schüler mit und hatte wahrscheinlich Tausende Bücher zu Hause.“ Der junge Stefan begann sein erstes Buch höchst widerwillig – und verschlang es dann in einem Zug. Fortan ging’s nicht mehr ohne. Vom Verächter zum Verehrer der bedruckten Seiten: Es ist seine eigene Geschichte, die Stefan Gemmel zu Beginn seiner Lese-Shows für Kinder und Jugendliche gern erzählt. Der 46-Jährige aus Lehmen an der Mosel gilt nicht nur als Vielschreiber – 52 Titel gehen bereits auf sein Konto – sondern auch als Vielvorleser. Er tourt durch Deutschland und Europa, besucht deutsche Schulen in Paris, Prag, Rom. Seine Bestseller heißen „Geistergefährte“ oder „Im Zeichen der Zauberkugel“. Aber auch „Keine Angst, kleiner Hase“. Zielgruppe der Schmöker, Shows und Schreibwerkstätten sind junge Leute im Alter zwischen drei und 18 Jahren. Einen Band der sechsteiligen „Zauberschatten“-Reihe hat er mit an die Realschule gebracht. Gespannt lauschen die Fünftklässler der fantastischen Geschichte, in der ein Teenager nur eine gemeine Mutprobe bestehen soll, zu der er herausgefordert wurde. Als ihn jedoch ein seltsamer alter Mann aufhält, gerät er in einen Strudel aus unglaublichen Ereignissen! Der Mann behauptet, ein Magier zu sein, und stellt sich ihm als Schüler Merlins vor. Lucas soll ihm helfen, einen uralten Fluch zu brechen, und muss dafür zurück ins Camelot der Zeit König Artus‘ reisen…  . Gemmels Auftritt ist mitreißend, quirlig aber durchdacht. Die Sprache kommt beim jungen Publikum an. Von Zeit zu Zeit hält er inne, stellt Verständnisfragen, bezieht die Kinder ins Geschehen ein. Und beantwortet selbst Fragen, wie: „Schreibst Du mit der Hand oder am Computer? Wieviel verdienst Du? Wie lange brauchst Du für eine Geschichte?“ Der Autor erklärt und erzählt, zeigt Illustrationen, entfaltet Druckfahnen. Und vermittelt so auch noch ganz nebenbei, wie ein Buch entsteht. Oft heißt es ja, dass sich der Nachwuchs nicht mehr für Bücher interessiert. Das stimmt aber nur bedingt. Stefan Gemmel schaffte es, mit seinen Geschichten, die Schüler zu fesseln, mit Beamer, Fotos und viel Aktion. Er nahm sie mit auf eine Lese-Reise. Den Titel „Deutschlands Lesekünstler“ erhielt der Autor 2011 und wenn man seine Interpretationen der verschiedenen Tierstimmen von Hamster, Frettchen, Hund und Siebenschläfer erlebt, versteht man, warum Vorlesen auch tatsächlich Kunst sein kann. 

Bilder und Text: Uli Kimberger

Herzlichen Glückwunsch! PET-Test erfolgreich bestanden!

Endlich war es soweit! Die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am PET-Test konnten zu Beginn des neuen Schuljahres ihr Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme in Empfang nehmen. Wir gratulieren herzlich dazu!

Beim PET-Test handelt es sich um eine Sprachprüfung mittleren Schwierigkeitsgrades, die jedes Jahr von zahlreichen Kandidaten weltweit abgelegt wird. Sie umfasst die Bereiche Textverständnis (Reading), Schreibfertigkeit (Writing), Hörverständnis (Listening) und Sprechfertigkeit (Speaking).

Viele Firmen erkennen das erworbene Zertifikat als Nachweis dafür an, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber die englische Sprache sicher genug beherrscht, um sie in der Berufswelt effektiv anzuwenden. Die erlernte Kommunikationsfähigkeit ist in vielen Situationen des Alltags und Berufslebens von großem Wert.

Dank des Engagements der Eltern, die die Prüfungsgebühr von 94 Euro bezahlten, der durchführenden Lehrkräfte unserer Schule und natürlich der Schülerinnen und Schüler, die freiwillig nachmittags an einem mehrstündigen Vorbereitungskurs teilnahmen und die Prüfung an zwei Samstagen ablegten, konnte der Test auch dieses Jahr wieder erfolgreich durchgeführt werden.

Text: Silvia Wolf

Bild: Uli Kimberger