Archiv des Autors: Sarah Walden

Ein zu Hause für die Insekten

Endlich können die Insekten auch „Urlaub“ machen. Die im Herbst im Technikhaus für Kinder angefertigten Insektenhotels wurden im Winter und im Frühjahr während der Coronazeit mit maximal vier Schülerinnen und Schülern eingerichtet und fertig gestellt. Felix Greisinger aus der 8d hat dann zusammen mit Herrn Werner die Insektenhotels im Schulgarten platziert. Ergänzend dazu wurde extra ein Beet mit Blühpflanzen angelegt, um den Insekten auch etwas Nahrung anzubieten. Die ersten Hotelgäste haben sich bereits eingefunden.

Bilder und Text: Peter Werner

Zweite Pflanzung im Schulgarten mit Abstand

Bei der ersten Pflanzung waren noch keine Schüler der Schulgarten AG beteiligt. Es waren nur Peter Werner und zwei weibliche Mitglieder der GemüseAckerdemie, die die ersten Aussaaten und Anpflanzungen durchgeführt haben. Bei der zweiten Pflanzung waren bereits drei Schülerinnen mit großer Freude und dem entsprechenden Abstand dabei. Zuerst wurde gemähtes Gras als Mulchmaterial auf die vorbereiteten Beete aufgebracht und dann Gurken-, Zucchini-, Kürbis- und Tomatenpflanzen gesetzt. Abschließend säten die Schülerinnen vermischt mit Sand Feldsalat-, Spinat- und Endiviensamen aus. Man merkte allen Beteiligten an, dass es nach der langen Pause wieder richtig Freude machte im Schulgarten zu arbeiten. Alle Pflanzen stammen von der Biogärtnerei Justland in Straubing. All die Pflanzaktionen wurden bisher gesponsert von der AOK Bayern.

Bilder und Text: Werner Peter

Religionsunterricht einmal anders!

Endlich war es so weit: Die Religionsstunde sollte einmal anders ablaufen als sonst. Am Dienstag, den 18.02.2020, erhielt die Klasse 7c Besuch von der muslimischen Schülerin Hamide, die in Straubing in die 11. Klasse des Ursulinen-Gymnasiums geht. Nachdem im katholischen Religionsunterricht  mehrere Wochen lang intensiv der Islam durchgenommen wurde, hatten unsere Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, der Jugendlichen quasi aus erster Hand Fragen zu Leben und Glauben im Islam zu stellen. Auf die Idee gekommen ist die Klasse nach dem Lesen eines Zeitungsartikels über Hamide in der „Freistunde“ des Straubinger Tagblatts. In diesem Artikel sprach das 17-jährige Mädchen sehr offen über Anfeindungen und diskriminierende Bemerkungen, denen sie in Straubing in der Vergangenheit bereits ausgesetzt war. Aufgrund ihres Kopftuches, das sie aus Überzeugung und ohne jeglichen Zwang seit ihrem 12. Lebensjahr trägt, bekam Hamide Vorurteile über Muslime am eigenen Leib zu spüren. Die Kinder der Klasse 7c zeigten sich berührt von den Schilderungen des Mädchens und beschlossen kurzerhand der jungen Frau einen Brief zu schreiben, in dem sie ihrem Unverständnis gegenüber ausländerfeindlichen Reaktionen ehrlich Ausdruck verliehen. Umso größer war die Freude, als Hamide der Einladung zu einem Besuch in zwei Schulstunden ganz unkompliziert folgte. Zusammen mit der Autorin der „Freistunde“, Melanie Nusko, erschien sie pünktlich zur ersten Stunde im Klassenzimmer und beantwortete mit bemerkenswerter Offenheit und Heiterkeit alle Fragen der Schüler. Der aufmunternde Hinweis Hamides, dass es keine dummen Fragen gebe, löste die anfängliche Zurückhaltung bei einigen sofort auf. Die sympathische junge Frau erzählte auch viele Geschichten aus ihrem Privatleben und plauderte über Hobbys, Freundinnen, die Familie und ihren späteren Berufswunsch. Wir erfuhren auch, dass es unterschiedliche Arten gibt, das Kopftuch zu binden und sie im Sportunterricht eine spezielle Kopfbedeckung trägt. Bei Saft und Kuchen vergingen die beiden Schulstunden in lockerer Runde wie im Fluge. Nach diesem Zusammentreffen wurden die Jugendlichen in ihrer Überzeugung noch einmal gestärkt, dass Toleranz und Offenheit für andere Kulturen und Religionen eine wichtige Grundlage für ein friedliches Miteinander darstellen. Alle waren sich einig: Je mehr man weiß, desto besser und sicherer kann man in alltäglichen Diskussionen bei aufflammenden Vorurteilen kontern.

Text: Claudia Eckl-Stürzer

Geldspende der Schülerfirma CableY an die Bogener Tafel

Unsere Schülerfirma CableY konnte durch den Verkauf von diversen Produkten mit Schullogo im Geschäftsjahr 2019 wieder einen kleinen Gewinn erwirtschaften. Diese Überschüsse werden zum einen dazu verwendet, verschiedene Projekte an der Realschule zu sponsern, wie z.B. die Bekleidung der Tutoren oder der Mitglieder des Wahlfachs Studientechnik.  Zum anderen werden sie an soziale Einrichtungen im Landkreis Straubing/Bogen gespendet. In diesem Schuljahr haben wir uns für die Tafel Bogen entschieden.

Die Tafel Bogen wurde von den Maltesern und der Stadt Bogen im Oktober 2015 gegründet. Sie sammelt überschüssige Waren in den Lebensmittelgeschäften der Region. Ebenso wird die Tafel durch kleine Lebensmittelspenden von privaten Personen (die extra in einem Geschäft etwas einkaufen und es dann spenden), wie auch durch Warengutscheine von regionalen Unternehmen unterstützt. Es kommen wöchentlich über einhundert Familien, um Produkte von der Tafel zu beziehen. Die Bedürftigkeit müssen die Warenempfänger mittels eines Bescheids nachweisen. Ohne den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern wäre diese Art der Versorgung von Bedürftigen nicht möglich.

Am 20. Februar überreichte die Schülerfirma CableY einen symbolischen Scheck über 500,00 € an die Leiter der Tafel Bogen, Herrn Rademacher und Frau Müller. Den Geldbetrag erhalten Tafelbezieher mit Kindern, die im kommenden Schuljahr 2020/21 neu eingeschult werden, in Form von Warengutscheinen eines Bogener Drogeriemarkts. Damit kann ein kleiner Teil der Erstausstattung dieser ABC-Schützlinge finanziert werden.

Bild: Uli Kimberger

Text: Sandra Leeb

Kommunikationstraining für alle 5. Klassen: Souverän in jeder Situation

 „Man kann nicht nicht-kommunizieren!“ Diese Erkenntnis von Paul Watzlawick bildete den Ausgangspunkt für das Kommunikationstraining aller 5. Klassen. Egal ob über die Sprache, über Mimik und Gestik oder über Signale und Bilder – all diese Ausdrucksformen dienen dazu, dem Gegenüber eine Botschaft zu übermitteln. 

Während im Unterricht vor allem das Trainieren der sprachlichen Fähigkeiten und Ausdrucksmöglichkeiten im Vordergrund steht, rückt das Kommunikationstraining das Zusammenspiel von sprachlicher oder symbolischer Aktion und Reaktion in den Mittelpunkt. Anhand von vielen Übungen erforschten die Schüler, auf welche Arten man kommunizieren kann, warum Zuhören ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation ist und den Umgang mit und die richtige Deutung von körpersprachlichen Zeichen. Auf dem Stundenplan stand auch, wie man konstruktiv Kritik äußert, diskutiert, seine Interessen vertritt, Konfliktsituationen meistert oder sich einfach gut unterhält. „Wo Schüler zusammenarbeiten und zusammenleben, kommt es manchmal zu Reibereien. Das ist normal“, erklärt Sylvia Wolf, Lehrerin an der Ludmilla-Realschule und Organisatorin des Kommunikationsprojekts. Ob schwelende Konflikte das Schulklima vergiften oder konstruktiv gelöst werden, hängt davon ab, wie die Beteiligten miteinander sprechen und umgehen. Und das sei erlernbar. Zur Seite standen Schülern und Lehrern die Kommunikationstrainerin Iris Schmidt, eine Schülermutter, die sich bereit erklärt hat, die Schüler zu trainieren. Das so genannte Kesch-Team der Schule, das sich um eine verstärkte und gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus bemüht, war auf die Mutter aufmerksam geworden. Dem Team geht es in erster Linie darum, die Gemeinschaft zu stärken, das Bewusstsein für Recht und Unrecht zu erhöhen und die Sozialkompetenz zu trainieren. Außerdem wurde den Schülern gezeigt, dass es in einem Konflikt eine sichtbare und eine unsichtbare Seite gebe und dass es vier Schritte gebe, mit deren Hilfe man in Konflikten konstruktiv eine Lösung finden könne, ohne sein Gegenüber zu verletzen: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Anhand konkreter Konfliktbeispiele aus dem Alltag der Schüler setzten diese in Rollenspielen die gelernte Theorie in Praxis um. „Die Schüler lernen, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, sich in schwierigen Situationen zurecht zu finden und sich zu behaupten“, erklärte die Trainerin. Kurz: Ihre Sozialkompetenz werde geschult und verbessert. „Die Schüler lernen, auf den Gesprächspartner einzugehen und dennoch ihren eigenen Standpunkt selbstbewusst zu vertreten“, so Schmidt.    

  

 Bilder und Text: Uli Kimberger

„Museum im Koffer“

Schüler versetzen sich in die Welt während des Ersten Weltkriegs

Anhand von originalen Fundstücken aus dem Museumsdepot des Stadtmuseums Abensberg konnten die Schüler der Klassen 9A und 9B in die Welt von vor 100 Jahren während des Ersten Weltkriegs eintauchen. Dazu war eine Mitarbeiterin des Museums auf Einladung der Geschichtslehrerin Frau Seidl mit verschiedenen Exponaten an die Ludmilla-Realschule gekommen.

Die SchülerInnen erforschten in mehreren Gruppen begeistert zusammen Waffen, Trench-Art, Veteranen-Andenken und vieles mehr. Neben dem fachgerechten Umgang mit Ausstellungsstücken sollten die Jugendlichen aber vor allem auch zum entdeckenden Lernen angeregt werden, indem sie Fragen an die vielfältigen Sach-, Bild- und Textquellen stellten und diese originalen Zeugnisse auch interpretierten. Vieles erzählte dabei von der Kriegsbegeisterung, aber auch von den Gefallenen.

So wurde der Erste Weltkrieg als „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts auf handlungsorientierte und damit auch anschauliche Weise vertieft und die gelungenen „Forschungsergebnisse“ der SchülerInnen zeigten, dass viele Erkenntnisse gewonnen wurden.

Text: Ulrike Seidl

Bilder: Uli Kimberger

Konzertbesuch unserer Fünftklässler im Theater Regensburg

Knapp 100 Fünftklässler, begleitet von fünf Lehrkräften der Ludmilla-Realschule Bogen, saßen kürzlich gebannt und mit großen Augen auf ihren Stühlen im Neuhaussaal und hörten konzentriert den über 50 Musikern des Philharmonischen Orchesters Regensburg zu. The Young Person’s Guide to the Orchestra von Benjamin Britten stand auf dem Programm. Langeweile kam in der nächsten knappen Stunde keine auf, dafür sorgten Sprecher Michael Heuberger und Dirigent Generalmusikdirektor Chin-Chao Lin. Gemeinsam stellten sie im Lauf des Konzerts sämtliche Orchesterinstrumente vor, von der 1. Geige bis zum Holzblock.

Ein weiteres Highlight des Vormittags war für viele Schüler die Führung vorab durch das Theater Regensburg. Auf Einladung von Dramaturgin Kathrin Liebhäuser, erkundeten die Schüler den riesigen Kostümfundus mit einer eigenen Abteilung nur für Schuhe und Stiefel. Wer Glück hatte durfte eine Theatermaske in Form eines Schweinekopfes probeweise aufsetzen. Bühnentechniker schoben ein Schlagzeug über die Opernbühne für die in Kürze folgende Probe des Tanzensembles, während die Schüler sich einige Minuten auf die teuersten Plätze im Parkett setzen durften.

„Das war toll!“ und so manche mit „Hinter den Kulissen“-Fotos randvoll gefüllte Handyspeicherkarte zeigten, dass es für Lehrer und Schüler ein außergewöhnlicher Schultag im Theater Regensburg war!

Bilder und Text: Karin Saller