Miteinander lernen, leben, Zukunft gestalten – Jeder findet seinen Weg

Ludmilla-Realschule Bogen mit dem Alleinstellungsmerkmal „Gebundene Ganztagsklasse“

In einer Zeit, in der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft einem schnellen Wandel unterworfen sind, ist die Vermittlung eines soliden fachlichen Wissens und kultureller Bildung ebenso von Bedeutung wie eine verlässliche Werteordnung, die Orientierung und Halt gibt. Genau diesen Zielen wurde und wird an der Ludmilla-Realschule mit außergewöhnlichem Engagement und Weitblick Rechnung getragen. Schule, Eltern, aber auch der Sachaufwandsträger sehen es als gemeinsames Ziel, das Profil der Schule so auszulegen, dass junge Menschen optimal gefördert und gefordert werden und auf eine erfolgreiche private und berufliche Zukunft vorbereitet werden können. Das Leitbild der Schule „Miteinander lernen, leben, Zukunft gestalten – Jeder findet seinen Weg“ drückt dies programmatisch aus. Ein Alleinstellungsmerkmal sind die gebundenen Ganztagsklassen, die es in dieser Form nur an wenigen Realschulen in Niederbayern gibt. Gebundene Ganztagsklassen werden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 kostenlos angeboten. Sie erlauben nicht nur für Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Erziehung und Berufstätigkeit, sondern bieten auch konzeptionell Vorteile. Der Unterricht wird auf den Nachmittag ausgedehnt und ist durch Phasen des Lernens, der Entspannung und einer sinnvollen Freizeitgestaltung rhythmisiert. Das gemeinsame Mittagessen ist ebenfalls fester Bestandteil der gebundenen Ganztagsklassen. Die schriftlichen Hausaufgaben werden weitgehend in der Schule erledigt, was eine individuellere Förderung ermöglicht und gleichzeitig das Streitthema Hausaufgaben in der Familie reduziert. Im offenen Ganztagsangebot können einzelne Tage gebucht werden, an denen eine Hausaufgabenbetreuung und pädagogisch angeleitete Freizeitgestaltung gewünscht wird.

Insgesamt wird der Gestaltung des Übergangs von der Grundschule an die Realschule ein großer Stellenwert eingeräumt. So wird versucht die Klassenstärke in den 5. und 6. Klassen gering zu halten. Durch Ergänzungsunterricht in den Kernfächern wird von Beginn an die Möglichkeit geboten, mit den neuen Anforderungen gut zurechtzukommen. Zusätzlich kann in allen Jahrgangsstufen die Offene Lernzeit genutzt werden. Hierbei stehen täglich Lehrkräfte unterschiedlicher Fächer für Fragen zur Hausaufgabe oder zu aktuellen Lernthemen bereit. So können einzelne Lücken rasch wieder geschlossen werden. Den Fünftklässlern bieten die zweistündigen Talentkurse Fußball, Badminton/Volleyball, Akrobatik, Robotik, Natur und Technik sowie Schulspiel die Möglichkeit, ohne Leistungsdruck ihren Interessen nachzugehen bzw. Neues zu erfahren. Wichtiges Merkmal der Talentkurse ist die Einbindung in den Vormittagsunterricht sowie die freie Wahlmöglichkeit. Ausgebildete Tutoren höherer Klassen begleiten die neuen Realschüler zusätzlich durch das erste Jahr. Ab der 7. Klasse sind Wahlpflichtfächergruppen zu wählen, in denen bis zur Abschlussprüfung unterrichtet wird. An der Ludmilla-Realschule besteht die Auswahl zwischen Naturwissenschaft, Wirtschaft, Französisch sowie Ernährung und Gesundheit. Dabei ist Berufsorientierung ein zentrales Anliegen. Mit einem Betriebspraktikum in der 8. Klasse, Betriebserkundungen oder einem Bewerbertraining wird dem Rechnung getragen.

Die optimale technische Ausstattung aller Räume mit Computer, Dokumentenkamera und Beamer oder mit interaktiver Tafel und komplettem WLAN im ganzen Haus bietet beste Voraussetzung für einen zeitgemäßen und modernen Unterricht. Das schulische Angebot wird unter anderem durch die Wahlunterrichte Schulband, Studiotechnik, Soziales Lernen, Schulgarten, Schülerbücherei, Schülerfirma, Französischkonversation, Volleyball, Bouldern oder Unesco-Gruppe abgerundet. Bereits seit 1993 engagiert sich die Ludmilla-Realschule als Unesco-Projektschule mit der Zielsetzung, eine Kultur des Friedens und einer nachhaltigen Entwicklung zu fördern. 

 

Bilder und Text: Uli Kimberger

In diesem Jahr ONLINE! Das erste Vorstellungsgespräch

Um der Unsicherheit vor dem ersten Vorstellungsgespräch entgegenzutreten, wurde im Rahmen des Wirtschafts- und IT-Unterrichts auch in diesem Schuljahr das Projekt „Mein erstes Vorstellungsgespräch“ durchgeführt. Für einige Schüler der 9. Jahrgangsstufe war es am Montag, den 8. Februar soweit. In einem Test-Bewerbungsgespräch nahmen Frau Liebl (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) und Herr Bachl (Fachbereich IT) mit Unterstützung der WW-Referendarinnen die Rolle der Personalleitung ein. Im Vorfeld wurden im WR- und IT-Unterricht ausführlich die Inhalte einer Bewerbungsmappe und der Ablauf eines Vorstellungsgespräches besprochen. Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen erstellten anschließend eine eigene Bewerbungsmappe bzw. reichten eine Online-Bewerbung ein. Aufgrund der momentanen Covid-19-Situation wurden die Vorstellungsgespräche in einer Teams-Videokonferenz durchgeführt. Nach einer kurzen Vorstellung der Bewerberin bzw. des Bewerbers wurden Fragen zum Ausbildungsberuf oder zum Unternehmen gestellt. Zudem sollte der Schüler z. B. seine Stärken und Schwächen erläutern oder von seinen Praktikumserfahrungen erzählen. Mit dieser realitätsnahen Simulation des Gespräches können Schüler erste Erfahrungen im Bewerbungsverfahren sammeln und mit mehr Selbstbewusstsein in das echte Vorstellungsgespräch gehen. Daher ist auch die Nachbesprechung der Gespräche sehr wichtig. Hier erhält der angehende Azubi eine Rückmeldung zum Auftreten und Antwortverhalten sowie ein unterstützendes Feedback zur Bewerbungsmappe.

Bilder und Text: Petra Liebl 

Ein Signal der Solidarität: Schüler der Ludmilla-Realschule füllen Weihnachtspäckchen für die Ärmsten in Osteuropa

Dieses Jahr ist geprägt von der Coronavirus-Pandemie. Gerade Menschen in ohnehin schon schwierigen Lebenssituationen treffen die Auswirkungen besonders. Das gilt auch für diejenigen, für die sich die Johanniter-Weihnachtstrucker in verschiedenen Zielländern engagieren: Familien, ältere Leute, Menschen mit Behinderungen oder Alleinstehende, denen es häufig am Nötigsten fehlt. Ihre Situation ist in der Corona-Krise, nicht zuletzt durch die großen wirtschaftlichen Einbrüche, oft noch hoffnungsloser geworden.Auch an Geschenke ist dort meist nicht zu denken. Um diesen Menschen zu helfen und ihnen eine kleine Freude zu bereiten, haben sich Swetlana Müller, Sonja Müller-Pertschy und Heidi Seidl der Sache angenommen und für die Johanniter auch heuer wieder Hilfspakete für die Weihnachtstrucker eingesammelt. Wenn diese vor Weihnachten Richtung Albanien, Bosnien und Rumänien starten, haben sie auch Pakete, die von Schülern, Lehrern und Eltern der Ludmilla-Realschule gespendet und gepackt wurden, auf ihrer Ladefläche. Jede Klasse übergab auf Initiative der Fachschaft Religion ein Päckchen, in dem Mehl, Zucker, Reis, ein paar Tafeln Schokolade und Kekse enthalten sind. Eines durfte beim Packen auf keinen Fall vergessen werden: Ein kleines Geschenk für die Kinder, egal ob Malbuch, Stifte oder Teddybär, um zu den nützlichen Dingen noch eine kleine Freude zu bereiten. „So ein Päckchen ist für die Menschen dort ein Zeichen, dass sie in ihrem Elend nicht vergessen sind. Uns geht es um ein kleines Zeichen der Solidarität“, sagte Stefan Renner, Schulleiter der Ludmilla-Realschule. Gerade während der harten Wintermonate sei diese Hilfe dringend nötig. Das Wissen, dass die Päckchen aus Bogen extra für sie gepackt wurden, gebe den Menschen Kraft. „Soziales Engagement von Kindern und Jugendlichen kann nicht als selbstverständlich erachtet werden, sondern ist und bleibt außergewöhnlich und verdient unsere volle Unterstützung!“, so der Schulleiter. Soziales Engagement bedeute, sich für andere einzusetzen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, denn persönliche Stärken und soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit oder Kontaktfähigkeit spielen sowohl in Schule und Freizeit als auch später in Ausbildung und Beruf eine entscheidende Rolle. Jugendliche lernen auf diesem Weg, mehr Verständnis füreinander und für Menschen in anderen Lebenssituationen zu entwickeln.

Bilder und Text: Uli Kimberger

Orgelportrait übergeben

Oberalteich. Am Donnerstag, 19. November, besuchte die Klasse 6b der Ludmilla-Realschule Bogen zusammen mit stellvertretendem Schulleiter Ulrich Rummel, Musiklehrerin Karin Saller und den Geschichts-Referendarinnen Sonja Achatz, Katharina Lechner und Rieke Weinzierl die ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul in Oberalteich. Ebenso wie in den vergangenen Jahren haben sich die Schülerinnen und Schüler der Ludmilla-Realschule im Rahmen des deutschlandweiten Projekts der Deutschen Orgelstraße „Königskinder heben den Kulturschatz Orgel“ auf die Spuren dieser Königin der Instrumente begeben. Das daraus entstandene Orgelportrait wurde von stellvertretendem Schulleiter Rummel an den Hausherrn der Kirche, Pfarrer Richard Meier übergeben. Dieser bedankte sich mit einer kurzweiligen Führung zur Geschichte der Kirche und des ehemaligen Klosters Oberalteich in der die Schülerinnen und Schüler unter anderem auch die Oberkirche besichtigen durften. Dass die Altarbilder mit einer knapp 300 Jahre alten Kurbelvorrichtung heruntergelassen werden können brachte die Gäste ebenso zum Stauen wie viele weitere spannende Informationen von Pfarrer Meier. Im Anschluss daran erkundeten die Schüler unter Leitung von Musiklehrerin Karin Saller die Kirchenorgel. Dabei erhielten die Teilnehmer sowohl Informationen über die Technik und Funktionsweise der Orgel als auch einen Einblick in das Innenleben des großen Instruments. Die Kinder erlebten live, dass die Kirchenorgel wahrlich ein Instrument mit enormer Klanggewalt ist, die ergreifend ist. Fazit einer Schülerin: „Das sieht man nicht alle Tage!“

Stellvertretender Schulleiter Ulrich Rummel übergibt zusammen mit Musiklehrerin Saller das Orgelportrait an Pfarrer Meier (vorn von rechts) umrahmt von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 6b der Ludmilla-Realschule

Interessiert lauscht eine Schülergruppe den Klängen der Orgel, gespielt von Musiklehrerin Karin Saller

Bilder und Text: Karin Saller

In der Realschule gelandet 

Für die Klasse 6A war dieser Besuch eine glatte Punktlandung: Herr Röser von der Cargolux hielt an unserer Schule einen Vortrag über seinen Beruf als Pilot. Dabei beantwortete er viele Fragen der Schülerinnen und Schüler. 

Der Pilot erklärte, er habe schon 12.000 Flugstunden hinter sich und war als Pilot schon auf allen Kontinenten – außer der Antarktis. Derzeit fliegt er eine Boeing 747F. Dieses Flugzeug ist für große und schwere Fracht gebaut und kann zum Teil in zwei Stockwerken beladen werden. Er hat schon Formel-1-Autos transportiert, wertvolle Rennpferde oder zerlegte Hubschrauber. Ebenfalls erklärte er den Schülern, er sei kein Fan von Pilotenuniformen, die er sofort nach der Landung gegen bequeme Kleidung eintauscht. Herr Röser findet seinen Beruf sehr abwechslungsreich, weil man neben vielen Ländern auch viele unterschiedliche Kulturen kennenlernt. Leider bringe die Fliegerei auch gefährliche Situationen mit sich, wie er anhand zweier Notlandungen erzählt, bei denen zum Glück nichts passiert sei. 

Am Ende seines Vortrages zeigte Herr Röser der Klasse noch Fotos von seinen Flugzeugen, die er bisher fliegen durfte. Angefangen als Segelflieger mit 14 Jahren hat er durch Lehrgänge und Prüfungen immer größere Flugzeuge steuern dürfen – außer Hubschrauber. Er ist Mitte fünfzig und wünscht sich, noch lange in den Lüften bleiben zu können. Der Vortrag endete mit einer Hausaufgabe für die Klasse: Die Schülerinnen und Schüler in der 6A mussten geographische Fragen, etwa nach Zeitzonen oder Kontinenten und Städten beantworten. Dieser Vortrag war eine echte Punktlandung! 

Text: Michael Braun

Bilder: Uli Kimberger

Erinnerung an den Mauerfall vor 31 Jahren als UNESCO-Projekt

Am 9. November jährte sich der Mauerfall in Berlin zum 31. Mal. Anlässlich dieses denkwürdigen Jubiläums führte unsere Schule als anerkannte UNESCO-Projektschule unter der Federführung von Lehrerin Sonja Müller-Pertschy und UNESCO-Schulkoordinator Peter Werner einen Projekttag an der Schule durch. Im Vorfeld wurden zahlreiche Schuhkartons von Eltern und den Schuhfachgeschäften „Reno“ und „Happy Schuh“ in Straubing gesammelt. In der Aula der Schule bauten Schülerinnen der UNESCO-AG aus der Klasse 5d eine symbolische Mauer mit den Schuhkartons auf. Eine Seite stand für die ehemalige DDR mit Flagge und Todeszone, die andere für die BRD, ebenfalls mit einer Flagge gekennzeichnet. Die SED-Führung ließ die Mauer errichten. Baubeginn war am 13. August 1961, am 9. November 1989 fiel die Mauer und vereinigte somit das geteilte Deutschland. Sie stand als Symbol des „Kalten Krieges“ 28 Jahre und wurde auch „antifaschistischer Schutzwall“ genannt. Die Länge der Mauer zwischen Ost- und Westberlin war 46 km und die Grenzanlagen um ganz Westberlin 155 km. Die SED-Führung ließ die Mauer bauen, um den Flüchtlingsstrom von Osten nach Westen zu unterbinden. In dieser Zeit wurden ca. 245 Menschen an den Grenzanlagen getötet. Die Schülerinnen und Schüler, die zwei Buchstabenrätsel lösten und deren Begriffe „Freiheit“ und „Demokratie“ ergaben, durften am Ende der Veranstaltung die Mauer „einreißen“. Ebenfalls wurden den Schülerinnen und Schülern Fragen zur Thematik während der Veranstaltung beantwortet, da sie diese Problematik des Mauerbaus und die Trennung zwischen Ost und West nicht erlebt hatten. Diese Veranstaltung sollte im April diesen Jahres am „Internationalen Projekttag“ der UNESCO durchgeführt werden.

Bilder: Uli Kimberger und Peter Werner

Text: Peter Werner

Lichter für den Frieden

Kriegsgräberstätten sind Lernorte der Geschichte, die den Lebenden eindringlich Mahnung zum Frieden sein müssen! Die Sensibilisierung für die Gefahren extremistischer Weltanschauungen gehört zum pädagogischen Programm und frühpräventiven Bildungsauftrag des Volksbundes. Der Volksbund ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe sowie anerkannter Träger der politischen Erwachsenenbildung. Wem Offenheit wichtig ist, wer an der Vielfalt Europas teilhaben und wer sich mit dem Thema Frieden beschäftigen möchte, findet hier spannende Angebote.

An der Ludmilla-Realschule unterstützen wir den Verein mit unserer jährlichen Kerzenbestellung im November. Dieses Jahr kamen durch die Aktion „Lichter für den Frieden“ ca. 800 € zusammen.

Text: Monika Tremmel 

Bilder: Uli Kimberger