UNESCO

Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in seiner Vielfalt steht für unterschiedliche Wege der Bildung. Bildung ist eine lebenslange Aufgabe bei der Entwicklung von Mensch und Gesellschaft. Sie stärkt und ermutigt heutige und zukünftige Generationen, sich für Frieden, Gerechtigkeit, Verständnis, Toleranz und Gleichberechtigung einzusetzen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur globalen nachhaltigen Entwicklung.

Die Ludmilla-Realschule wurde als erste Realschule in Bayern 1993 in das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen aufgenommen.

Die Ludmilla-Realschule gehört zu den mitarbeitendenups-Logo 260Als UNESCO-Schulkoordinator fungiert
Herr Peter Werner (wer@ludmilla-schule.de).

Peter Werner

Peter Werner

UNESCO-Projektschulen arbeiten mit dem übergeordneten Ziel einer Kultur des Friedens im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung in folgenden Bereichen:

Verkauf von Fair Trade Produkten

Jeden Montag in der Pause durch die UNESCO-AG

Im Angebot sind u.a. Schokoladen-, Kokos- und Müsliriegel, Nüsse, und Waffeln, die fair gehandelt werden.

Der Faire Handel unterstützt Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz  aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens verbessert werden. Der Faire Handel fördert gezielt die besonders benachteiligten kleinbäuerlichen Familien. Zudem setzt er sich für eine nachhaltige Entwicklung von Ökologie, Bildung und Frauenförderung ein.

Den Gewinn spendet die UNESCO-AG am Ende des Schuljahres einem Kinderhilfsprojekt.

Meins Wird Deins

Die UNESCO – Arbeitsgruppe unserer Schule unterstützt im November die Aktion „Meins wird Deins“, die das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und die aktion hoffnung ins Leben gerufen hat. Mit dieser Kleiderteilaktion wollen wir die Geschichte des Heiligen Martin lebendig halten und Kleidung nach seinem Vorbild teilen. In diesem Jahr unterstützen die Organisatoren von „Meins wird Deins“ Kinder mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung in Peru. Den Kindern soll trotz ihrer Behinderung eine Schulausbildung ermöglicht werden.

Wenn ihr mitmachen wollt, legt einfach in der Woche vom 12.11.18 bis zum 16.11.18 ein gut erhaltenes Kleidungsstück in den Sammelbehälter vor dem Lehrerzimmer.

Dafür jetzt schon ein herzliches Dankeschön!

Realschüler bauen Salat und Gurken selber an

UNESCO-Projektschulen in Indien

Im Oktober 2016 fand in Kollam das Indien-Projekt mit dem Titel „Start Up“ statt. Dieses führte zu neuen Partnerschaften mit indischen und deutschen UNESCO-Projektschulen, orientiert an den Leitlinien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). An diesem Projekt nahmen die Schülerin Anna Pellkofer von der Klasse 10d und der Schulkoordinator Peter Werner von der Ludmilla-Realschule teil.

Nach einem über zehnstündigen Flug mit Zwischenaufenthalt in Doha/Katar landete man  am Zielflughafen Triandrum in Indien. Zusammen mit den Teilnehmern aus Norddeutschland folgte eine zweistündige Busfahrt ins Hotel Raviz Resort & Spa Asthamudi. An Ausruhen war nicht zu denken, da der Busfahrer fast ununterbrochen seine äußerst melodiöse Hupe betätigte. Etwas erfrischt mit wenig Schlaf begann die Eröffnungszeremonie. Hierbei stellten sich alle indischen und deutschen Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte vor. Die Arbeitssprache war Englisch. Anschließend präsentierten die Schülerinnen und Schüler Projektideen und Experimente, welche sie an ihren Schulen durchgeführt hatten. Das Thema der Präsentation von Anna Pellkofer lautete „Spielend Deutsch lernen“ mit einer Flüchtlingsfamilie. Hierbei spielten die Flüchtlingskinder mit einheimischen Kindern ihrer Heimatgemeinde während die Eltern den Deutschkurs besuchten. Das Essen im Hotel war sehr abwechslungsreich mit viel Gemüse, Salaten und Obst angerichtet mit den typischen indischen Gewürzen.

Am nächsten Tag begannen die ersten Workshops, welche den ganzen Tag dauerten nur unterbrochen durch das Mittagessen. Hierbei befassten sich unterschiedliche Gruppen anfangs bestehend aus Schülern und Lehrkräften mit folgenden Themen: „Energy for all?“, „Traditions – obstacles for the intercultural dialogue?“, „Consumption – my personal responsibility for climate change“, „Global Citizenship – the key to a better future?“. Am nächsten Tag wurde eine Exkursion durchgeführt. Das erste Ziel war Mitraniketan. Dies ist eine nichtkirchliche Organisation, die sich selbst organisiert und nicht auf Profit basiert. Diese verpflichtet sich der ländlichen Entwicklung und der inoffiziellen Erziehung von Kindern und Jugendlichen seit 1956. In diesem Camp, welches sich selbst versorgt mit landwirtschaftlichen Produkten und einer Bäckerei, werden Kinder vom Vorschulalter bis zur Vorbereitung auf das Studium betreut. Arme Kinder aus der Umgebung werden finanziell über eine Stiftung unterstützt, ansonsten kostet das Schulgeld, Unterrichtsmaterial, Zimmer, Verpflegung und Kleider 250 Dollar im Monat.

Am vorletzten Tag studierten die Schülerinnen und Schüler ein Theaterstück „ohne Worte“ ein. Dieses präsentierten sie während der Abschlusszeremonie in einer bestens ausgestatteten „International School“ in Triandrum. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte studierten ein musikalisch höchst anspruchsvolles Programm ein, wobei uns die indische Musik näher gebracht wurde. Höhepunkt der Veranstaltung war zweifelsohne der Auftritt der jungen Tänzerinnen, die graziös und geschmeidig indische Tänze vorführten. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von den mittlerweile indischen Freunden und trösteten uns mit geplanten Projektwochen in den kommenden Jahren in Deutschland und Indien. Neue Schulpartnerschaften sind während der ereignisreichen Tage entstanden.  

Text & Bilder: Peter Werner

 

UNESCO-Jugendcamp in Markelfingen am Bodensee

Alle zwei Jahre findet in Bayern ein Treffen von Schülern der bayerischen UNESCO-Projektschulen statt. Von der Ludmilla–Realschule Bogen nahmen vier Schülerinnen aus der Klasse 6c mit dem UNESCO-Schulkoordinator Peter Werner am Jugendcamp in Markelfingen am Bodensee teil. Bei der Ankunft empfingen uns das Team vom KAP – Institut, die uns an erlebnis-pädagogischen Stationen herausforderten. Besonders anstrengend waren die Menschenpyramiden, vor allem wegen der zahlreichen Mücken, der Autanverbrauch stieg ins Unermessliche. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurden am Lagerfeuer Marshmellows und mit Schokolade gespickte Bananen gegrillt.

Am nächsten Tag ging es nach Birnau in die barocke Klosterkirche, die von einem Schüler mutig als Jugendstilkirche erkannt wurde. Der sehr engagierte Pater Konrad erklärte uns quasi alle sieben Altäre mit ihren Heiligen und zwar so, dass es tatsächlich richtig spannend war. Ein Fußmarsch führte uns durch ein Naturschutzgebiet nach Unteruhldingen zum am Ufer gelegenen Pfahlbau-museum. Nach einer spannenden Einführung wurden den Schülerinnen und Schülern das Leben in der Stein- und Bronzezeit sowie Arbeitsweisen der Archäologie vermittelt, während die Lehrer einen geführten Rundgang über das weitläufige Gelände machten.

In den Workshops beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Herstellung von Kämmen, Schmuck aus Hirschhorn und dem Steinzeithandy, dem sogenannten Schwirrholz. Außerdem wurden Angeln und Schmucknadeln hergestellt. Die älteren Schüler ahmten die Arbeit eines Archäologen nach, indem sie Knochenfunde und Pflanzenreste bestimmten und kata-logisierten, Scherben vermaßen und das Alter von Bäumen anhand ihrer Jahresringe ermittelten. Mit Sport und Spiel ließen wir den Abend ausklingen. Durch das UNESCO-Jugendcamp konnte somit nicht nur das Welterbe erlebt, sondern auch die Netzwerkarbeit vertieft werden. Wir bedanken uns bei der Hermann-Gutmann-Stiftung und dem Kultusministerium für die bereitwillige Förderung des Jugendcamps 2016.

Klassen 6a und 6c auf dem Umweltbildungsschiff TAKATUKA

Umweltbildung ist eine bedeutende Aufgabe unserer Schulen. Das Aufsuchen außerschulischer Lernorte ist daher ein Bestandteil im Lehrplan für Biologie an der Realschule. Der Bund Naturschutz – speziell die Kreisgruppe Deggendorf – unterstützt die Lehrkräfte und vermittelt dabei die Wichtigkeit der Erhaltung unserer natürlichen Ressourcen.

Schüler der Ludmilla-Realschule Bogen mit den Lehrkräften Sonja Müller-Pertschy, Anne Hatzl und Peter Werner charterten daher das Umweltbildungsschiff TAKATUKA, um an diesem Projekttag die Fluss- und Auenökologie der frei fließenden Donau kennenzulernen. Bei herrlichem Wetter gelang dies Herrn Norbert Bieber und dessen Kolleginnen sehr anschaulich. Anfangs wurden die Schüler mit einigen Spielen auf das Thema Wasser eingestimmt und zu Piraten ausgebildet. Dann schipperten die Teilnehmer vom Ruderhaus zur TAKATUKA-Insel, der Fischerdorfer-Donau-Insel. Unter der Führung des Kapitäns Bieber durchliefen die jungen Piraten einen Parcour, wobei Bewegungsstationen mit Informationsstationen abwechselten. Hierbei erfuhren die Schüler durch eigenes Beobachten, Nachdenken und Anschauungsmaterial, z. B einem Biberfell und –schädel, vieles über den Biber und warum die Weide in der Aue wächst.

2016-07-takatukaMit einem einfachen Experiment erklärte Herr Bieber die Notwendigkeit der Auenlandschaft bei Hochwasser und wie sich deren Tiere dabei verhalten. Nach diesem Projekttag war allen Beteiligten klar, welch wichtige Aufgabe eine intakte und nicht kanalisierte Flusslandschaft für die Anwohner hat. Ein Highlight war vor der Abfahrt mit dem Schiff ein Erfrischungsbad in der Donau. Anschließend bekamen alle Schülerinnen und Schüler eine Urkunde, die sie zu ausgebildeten Donaupiraten macht.

11. Internationaler UNESCO – Projekttag

Verschiedene Projekte an der Ludmilla-Realschule

Am 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl in der Ukraine eine Nuklearkatastrophe, an deren Folgen die Menschen in Europa auch 30 Jahre danach immer noch leiden und weiterhin leiden werden. Dieses denkwürdige Datum nahm die UNESCO zum Anlass, einen internationalen Projekttag für alle UNESCO-Projektschulen einzuführen, welcher seit 1996 im Rhythmus von zwei Jahren am 26. April abgehalten wird.

Alle Jahrgangsstufen der Ludmilla-Realschule beteiligten sich an diesem Projekttag und organisierten mit ihren Klassenleitern unterschiedliche Veranstaltungen, bei denen sich die Schüler mit Themen der UNESCO-Leitlinien beschäftigten wie Menschenrechte, Demokratie, Weltkultur- und Weltnaturerbe, interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt.

Neben dem Besuch des Weltkulturerbes Regensburg mit Stadtführung erkundeten Schulklassen den Bogenberg mit dem Kreismuseum und die frei fließende Donau. Schüler der sechsten, siebten und neunten Jahrgangsstufen fuhren in das Kino nach Straubing, das eine unter der Regie von Hans Steinbichler inszenierte Literaturverfilmung von „Das Tagebuch der Anne Frank“ zeigte. Im Vorfeld wurde im Unterricht die Thematik der Judenverfolgung im Dritten Reich und die Geschichte von Anne Frank vorbereitet. Diese starb Anfang März 1945 in einem Konzentrationslager. Die Lebensgeschichte von Anne Frank erinnert an unsere Geschichte und fördert die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus, Rassismus und der Diskriminierung; sie betont zudem die Bedeutung von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie.

Die Klasse 9c führte das Planspiel „Next Level Europe“ durch. Nachdem sich diese Klasse während ihrer Projektpräsentation mit dem Thema „Europas Verantwortung gegenüber Syrien und dem Irak hinsichtlich der Flüchtlingswelle“ befasst hatte, tauchte sie in einem ausgetüftelten Rollenspiel der Europäischen Kommission in die schwierige Problematik der Politik ein. Hierbei schlüpften Schüler in Ministerrollen mit den landestypischen politischen Zielen und lieferten sich in „Brüssel“ einen heftigen Schlagabtausch bezüglich ihrer Interessen. Dabei erfuhren die Schüler, wie schwierig es sein muss, dass sich 28 Länder in der EU vereinigen.

Die Klasse 10a gestaltete diesen Vormittag mit unbegleiteten Flüchtlingen aus Bogen. Am Morgen holten die Schüler diese in ihrer Unterkunft ab und begleiteten sie zur Schule, wo andere im Klassenraum ein Frühstück vorbereitet hatten. Bereits auf dem Weg zur Schule wurden interessante Gespräche geführt: „Wie heißt du? Aus welchem Land kommst du? Wie bist du nach Deutschland gekommen? Wie viel hast du für deine Flucht bezahlt?“ Nach dem Frühstück wurden mit einigen Flüchtlingen Gesellschaftsspiele durchgeführt, mit anderen in der Turnhalle Fußball bzw. Basketball gespielt. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß und man war sich einig, wieder etwas gemeinsam zu unternehmen.

UNESCO-Projektwoche in Aiterhofen

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Angela-Fraundorfer-Realschule in Aiterhofen beteiligten sich Schüler der Ludmilla-Realschule an der UNESCO-Donau-Projektwoche.

Zusammen mit Projektschulpartnern aus Japan, Rumänien, Ungarn, Polen und Ingolstadt nahmen sie an zahlreichen Workshops und Aktivitäten teil. Schüler der Klasse 6c führten mit Schülern der Realschule Aiterhofen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aiterhofen eine Pflanzaktion an der Aitrach durch. Bürgermeister Manfred Krä stellte dazu eine geeignete Pflanzfläche im Bereich Geltolfing zur Verfügung. Insgesamt wurden 250 Stieleichen, 25 Winterlinden und 25 Hainbuchen gepflanzt. Die Winterlinde ist der Baum des Jahres 2016. Mit der Aufforstung haben die Kinder einen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz geleistet. Am ersten Tag stellten Schülerinnen der Klassen 9d und 8d unsere Schule in einem kurzen Vortrag in deutscher und englischer Sprache vor. Besonders interessant war der Workshop japanische Schrift, in dem jeder Teilnehmer seinen Namen entweder in der alten japanischen Schrift „Kanji“ oder in einer moderneren Schriftform schreiben lernte. Ebenso wurden Theater-, Kunst- und Musikworkshops angeboten. Am Nachmittag wurde an der Aitrach in Aiterhofen hoch offiziell eine Weide gepflanzt, welche stets an dieses Jubiläum erinnern soll. An einem weiteren Projekttag nahmen Schüler der Klasse 6c an einer ganztägigen Exkursion teil, welche sie an die Isarmündung, nach Niederalteich und Passau führte.

Die Rinde schmeckt aber nicht gut!
Herr Jürgen Gill mit Schülern der Ludmilla-Realschule.

Herr Jürgen Gill mit Schülern der Ludmilla-Realschule.

Schüler der Ludmilla-Realschule Bogen lernten kürzlich die Einmaligkeit von Flora und Fauna der frei fließenden und nicht gestauten Donau zwischen Straubing und Vilshofen kennen. An dieser 70 km langen Strecke hat sich ein überwältigender Reichtum und eine Vielfalt an Lebensräumen und Arten erhalten. Der BUND – Kreisgruppe Deggendorf – stellte kostenlos eine faszinierende Ausstellung für zwei Wochen zur Verfügung, mit Hilfe derer sich die einzelnen Schulklassen einen Einblick in die verschiedensten Themenbereiche der lebendigen Donau als Naturachse für Bayern und Europa verschaffen konnten.

An einem Vormittag beteiligten sich Schüler der fünften Jahrgangsstufe unter der fachkundigen Anleitung des Biologen Jürgen Gill an einem Mach-Mit-Begleitprogramm. Die Schüler legten ein Puzzle der Donau von der Quelle bis zur Mündung auf den Boden und mussten anschließend die Flaggen der Anrainerstaaten richtig zuordnen. „Was frisst ein Biber im Sommer bzw. im Winter und wie schnell kann er dabei seine Nahrung verdauen?“ Diese Frage klärten die Kinder, indem sie einen rauen bzw. einen glatten Ball durch einen „Stoffdarm“ beförderten. Der raue Ball brauchte länger, d.h. die Nahrung im Winter – die Rinde der Bäume – ist schwerer verdaulich als die weichen Blätter im Sommer. Am Schädelskelett eines Bibers erkannten die Schüler die harten, braunen Zähne und die dahinter liegenden weißen, weichen Zähne.

Viel Spaß bereitete auch das Angeln und Zuordnen von Fischen. „Die Rinde schmeckt aber nicht gut!“, so die Meinung einiger Kinder, als sie an dünnen Weidenästchen knabberten. Herr Gill erklärte ihnen, dass sich in der Rinde ein Stoff befindet, nämlich das Salicin, welches früher als „europäische Fieberrinde“ in hohem Ansehen stand und auch als Antirheumaticum verwendet wurde. Unter den zahlreich mitgebrachten Steinen von den Donaustränden befanden sich auch Feuersteine, welche beim Aneinanderreiben einen brandartigen Geruch verbreiteten. Am Schluss der Veranstaltung durften die Schüler verschiedene Lebewesen auf einen mit unterschiedlichen Donaulebensräumen bedruckten Stoff legen und sie bedankten sich bei Herrn Gill für den informativen Vormittag.

Weihnachtstombola an der Ludmilla-Realschule in Bogen

WeihnachtstombolaAuch heuer wieder wurde an der Ludmilla-Realschule eine Weihnachtstombola durchgeführt. Der Erlös von € 345.- geht an den Kinderhausverein Afrika e.V., in dem eine Gruppe von Menschen innerhalb der „Stiftung Aham“ in Niederbayern zusammenarbeiten. Diese kümmern sich um Kinder im südlichen Afrika, besonders in Simbabwe. Hier ist das Sterben kleiner Kinder inzwischen zum selbstverständlichen Alltag geworden. Viele Kinder sind dort verwaist und sich selbst überlassen. Auch leiden viele Kinder an AIDS und es gibt für ihre Behandlung keine Medikamente. Nahezu 20.000 Kinder leben in den Slums von Harare, der Hauptstadt von Simbabwe. Plastik- und Holzhütten dienen ihnen als Unterschlupf. Die im Kinderhausverein engagierte Gruppe errichtet Holzhütten, in denen die Kinder wohnen können. Sie versorgen sie mit Essen und Kleidung. Zudem unterstützen sie Einheimische vor Ort, die die Kinder dort unterrichten wollen. Diese Betreuer und Lehrer brauchen dringend „ein elementares pädagogisches Rüstzeug“.

UNESCO-Friedenstaube „flog“ nach Ingolstadt

UNESCO_Friedenstaube_Ingolstadt_2015Anlässlich des 50-jährigen Schuljubiläums des Christoph-Scheiner-Gymnasiums in Ingolstadt und der Anerkennungsfeier aufgrund der Aufnahme in das weltweite Netzwerk der UNESCO-Projektschulen brachten Schülerinnen die an der Ludmilla-Realschule „gelandete“ UNESCO-Friedenstaube zusammen mit dem Schulkoordinator Herrn Peter Werner nach Ingolstadt.

Der Landshuter Künstler Richard Hillinger schuf zum 60. Jahrestag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte 30 Tauben aus Bronze. Jede Taube trägt einen Ölzweig als Friedenszeichen im Schnabel und verpflichtet den Empfänger, sich weltweit für das Einhalten der Menschenrechte zu engagieren. Während der Festveranstaltung trug die Schülerin Anna Pellkofer aus der Klasse 9d eine selbstverfasste Hommage an die UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall vor.

Natur- und Kulturlandschaft niederbayerische Donau

HeimattagEine Region, die das UNESCO-Prädikat „Welterbe der Natur und Kultur“ verdient. Unter diesem Motto fand die Pressefahrt des bayerischen Heimattages in Bogen statt. An dieser Veranstaltung nahm die Ludmilla-Realschule mit den Schülerinnen Anna Pellkofer, Julia Brunner und die Lehrkraft Peter Werner teil. Die niederbayerische Donauregion zählt zu den am frühesten besiedelten Gebieten Mitteleuropas. Die fruchtbare Landschaft des Gäubodens steht nachweislich seit mehr als 7000 Jahren in bäuerlicher Nutzung. In der Jahrtausende langen Wechselwirkung von Mensch und Natur bildete sich an der Donau zwischen Regensburg und Passau eine ebenso wertvolle wie einzigartige Natur- und Kulturlandschaft heraus. Kein anderer Abschnitt dieses europäischen Stromes weist eine vergleichbare Verdichtung und Verzahnung von ökologischer Schutzwürdigkeit, Jahrtausende langer Siedlungskontinuität und kulturhistorischer Strahlkraft auf. Zwischen Straubing und Vilshofen befindet sich auf etwa 70 km Länge das letzte erhaltene Teilstück einer frei fließenden Donau mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Auf dieser Pressefahrt stellten die im Bayerischen Heimattag zusammengeschlossenen Verbände die herausragenden Zeugnisse der Geschichte und der Natur vor. Der Kreisheimatpfleger Hans Neueder erläuterte den Teilnehmern die Geschichte des Benediktinerklosters Oberalteich und den Bogenberg mit seinen Zeugnissen aus dem Mittelalter.

Der Kreisarchäologe Dr. Ludwig Husty führte zu den Spuren der Früh- und Vorgeschichte des Bogenberges wie den prähistorischen Wallanlagen, welche heute noch zu erkennen sind. Nach der Vorstellung der einzigartigen Flora und Fauna des kristallinen Pfahlschiefers des Bogenberges durch Alexander Straub vom Landratsamt fand ein abschließendes Pressegespräch im Berggasthof „Zur schönen Aussicht“ statt.

UNESCO-Friedenstaube landet in der Ludmilla-Realschule

Die Ludmilla-Realschule gehört zum internationalen Netzwerk von Schulen und Bildungseinrichtungen, das sich für Frieden und Sicherheit einsetzt. Die UNESCO-Projektschule war der Ort einer ganz besonderen Veranstaltung: Eine UNESCO-Friedenstaube wurde übergeben. Diese Feierstunde verfolgten Schüler, Lehrkräfte und zahlreiche prominente Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Öffentlichkeit.  Das Programm wurde musikalisch schwungvoll umrahmt von den Schulbands der Angela-Fraundorfer-Realschule aus Aiterhofen und der Ludmilla-Realschule. Als Schöpfer der goldfarbenen Friedenstaube – insgesamt wurden 30 Stück geschaffen – erläuterte der Landshuter Künstler Richard Hillinger den Hintergrund seiner Tauben. Zum 60. Jahrestag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte am 10. Dezember 2008 habe er nämlich mit dem Bundespräsidenten a. D. Roman Herzog als Initiator dieser Aktion diese Tauben in Lebensgröße geschaffen. Jede dieser Tauben einen Ölzweig als Friedenszeichen im Schnabel und verpflichte den Empfänger sich weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte zu engagieren. Bevor die Friedenstaube von der Angela-Fraundorfer-Realschule Aiterhofen an die Ludmilla-Realschule wechselte, hatte sie schon weite Reisen entlang der Donau hinter sich. Startend von Dillingen an der Donau besuchte sie Schulen in Ungarn, der Slowakei und war beim Donaudelta-Kongress in Rumänien zu Gast.

COMENIUS-Projekt in Bogen

Vom 17.09 bis 21.09.2013 fand in Bogen das dritte Treffen im Rahmen des COMENIUS-Projektes statt. Beteiligt waren folgende Schulen: Szent János Görögkatolikus Gimnázium és Szakképző Iskola aus Edelény/Ungarn, Zdruzena Stredna Škola Chemicka aus Bratislava/Slowakei, die St.-Bonaventura-Realschule aus Dillingen an der Donau und die Ludmilla-Realschule Bogen. Das länderübergreifende Thema lautet „The River Danube – a gift oft the past, a treasure fort he future“.

COMENIUS – das europäische Programm für schulische Bildung – ermöglicht die Zusammenarbeit und Partnerschaft schulischer Einrichtungen in Europa und wird mit Hilfe von EU-Fördermitteln finanziell unterstützt. Die erste Begegnung war im November 2012 in Ungarn, die zweite im April 2013 in Dillingen a. d. Donau und im Juni 2014 wird das Projekt in Bratislava abgeschlossen. Die Bedeutung der Donau als Lebensader für alle Anrainerstaaten wurde von den Schülern in zahlreichen Präsentationen hervorgehoben. Das Kennenlernen kultureller Eigenheiten der jeweiligen Länder, die ökologische Bedeutung der Donau, Sehenswürdigkeiten, Tradition und Historie standen dabei im Vordergrund.

Einen weiteren Höhepunkt stellten die durchgeführten Workshops dar. Dabei studierten die teilnehmenden Schüler – jeweils acht von jeder Schule – Tänze bzw. ein Theaterstück „without words“ ein. Angeleitet wurden diese Gruppen von Lutz Mauk aus Berlin – ein Dance-Art-Künstler – und von Philip Pankow aus Lüneburg – ein Performance-Künstler. Außer diesen Workshops führten unsere Gäste Unterrichtsbesuche durch und erfreuten sich an den  abwechslungsreichen Exkursionen. Eine davon führte uns zur Naabmündung nach Regensburg, um auf einem Römerschiff zu rudern. Dieses wurde von Studenten des Lehrstuhls für alte Geschichte an der Universität Regensburg nachgebaut. Nach dieser schweißtreibenden Tätigkeit besuchten wir das BaierWeinMuseum in Bach an der Donau und ließen den Tag bei einem Abendessen in der Weinstube Eibl ausklingen.

Am nächsten Tag heuerten wir in Deggendorf auf einem Schiff an, welches uns in die Dreiflüssestadt Passau brachte. Dabei hatten unsere Gäste die Möglichkeit, ausgiebig die Altstadt zu besichtigen. Am letzten Tag besuchten wir das Gäubodenmuseum in Straubing, um den Römerschatz zu besichtigen. Beschlossen wurde das COMENIUS-Treffen mit einem „Bayerischen Abend“ bei traditioneller Brotzeit, der Darbietung der einstudierten Tanz- und Theateraufführungen und bei gemeinsam dargebotenen bayerischen Volkstänzen.

Schüler der Ludmilla-Realschule in Bratislava

Comenius-Projekttreffen mit dem Thema „Donau“ in der Slowakei

In Bratislava/Slowakei wurde das von 2012 bis 2014 andauernde Projekt mit dem Thema „The River Danube – a gift of the past, a treasure for the future“ beendet. Eine Woche lang begegneten sich 29 Schüler und acht Lehrkräfte aus Ungarn, der Slowakei und Deutschland, um das gemeinsam initiierte Projekt abzurunden. Die Schüler der Ludmilla-Realschule wurden von den Lehrkräften Gabriele Uekermann und Peter Werner begleitet.

Vier beteiligte Schulen bearbeiteten dabei im Vorfeld vereinbarte Themen wie Biodiversität, Umweltschutz, Flora, Fauna, Gewässeruntersuchungen, aber auch landestypische Aspekte wie Kultur, Musik, Tradition, Handel, Tourismus, Erstellen eines viersprachigen Wörterbuches und vieles mehr. Die Donau als gemeinsame Lebensader stand bei allen Tätigkeiten und Präsentationen der Schüler, welche sie auf Englisch vortrugen, im Vordergrund. Das komplette Projekt wurde finanziell gefördert von der EU. Unsere Gastgeber von der Stredná odborná škola chemická, einer Sekundarschule für Chemie, stellten ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammen.

Nach einem Arbeitsmeeting mit Präsentationen der Schüler der beteiligten Schulen und einer Schulhausführung fuhr man zur Burgruine Devín an der Donau, welche sich an der österreichisch – slowakischen Grenze gegenüber Hainburg und an der Morava – Mündung befindet. Dem Mittagessen schloss sich eine Stadtbesichtigung mit Stadtführung zur Burg und zum Parlament an. Am Mittwoch fuhr man zur Schleuse nach Gabčíkovo an der ungarischen Grenze und mit einem Schiff zurück nach Šamorín, einem Vorort von Bratislava. Nachmittags wurden verschiedene Workshops durchgeführt. Zwei Künstler aus Lüneburg studierten mit einem Teil der Schüler ein Theaterstück ohne Worte ein, welches am Abschlussabend einem Publikum vorgeführt wurde und großen Anklang fand. Der andere Teil erstellte ein Wörterbuch in vier verschiedenen Sprachen: Englisch, Deutsch, Slowakisch und Ungarisch. Am Donnerstag wurden die Workshops und die Arbeitsmeetings der Lehrkräfte am Vormittag abgeschlossen.

Das letzte Exkursionshighlight war die Besichtigung der Burg „Roter Stein“. Das Treffen beschloss ein gemeinsamer Abschlussabend mit Geschenkübergaben und der Ausgabe der Zertifikate. Einige Beteiligte konnten ihre Tränen nicht unterdrücken, da während dieser zwei Jahre innige Freundschaften entstanden waren. Abschließend blieb die Hoffnung dieses Projekt in Zukunft mit neuen Themen fortzusetzen.

Comenius-Treffen in Dillingen vom 16.04.13 bis 20.04.13

Fünf Monate später fand das zweite Treffen der beteiligten Schulen in Dillingen an der Donau statt. Das Programm war ebenso abwechslungsreich und beinhaltete einen Künstler-Workshop, Unterrichtsbesuche an der St.-Bonaventura-Realschule, eine Exkursion ins Wasserwerk Langenau, in dem Donauwasser zu Trinkwasser aufbereitet wird, Besichtigung des Fischerviertels in Ulm an der Donau, Exkursion nach Nördlingen und ins Museum nach Höchstädt und Blindheim, wo auf den Donauauen das berühmte Schlachtfeld von 1704 liegt. Mit einem grandiosen Abschlussabend im Rittersaal vom Schloss Höchstädt endete eine für alle Beteiligten ereignisreiche Projektwoche. Das dritte Comenius-Treffen findet im nächsten Schuljahr vom 17. bis 21. September an der Ludmilla-Realschule in Bogen statt.

Comenius-Projekt The River Danube – a gift of the past, a treasure for the future

Vom 13. bis 17. November 2012 fand in Ungarn das erste von vier Treffen, die sich über zwei Jahre erstrecken, im Rahmen eines Comenius-Projekts zum Thema „Donau“ statt. Teilnehmende Schulen sind „Szent János Görögkatolikus Gimnázium és Szakkébző Iskola“, ein Gymnasium aus Edelény in Ungarn, „Združená Stredná Škola Chemická“, eine chemisch-technische Schule aus Bratislava, Slowakei, die „St.-Bonventura-Realschule“ in Dillingen an der Donau und die „Ludmilla-Realschule“ in Bogen.

Jeweils sechs Schüler und zwei Lehrkräfte der verschiedenen Schulen beteiligten sich an dem vielseitigen Programm, welches in der ungarischen Hauptstadt Budapest startete. Nach einer ausgiebigen Stadtrundfahrt und einem Zoobesuch stellten am Abend die Schüler während einer Schifffahrt auf der Donau durch das nächtliche Budapest mit Hilfe einer Präsentation ihre jeweilige Schule vor; anschließend wurde zu Abend gegessen. Am nächsten Tag fuhren alle Beteiligten zur ungarischen Schule nach Edelény. Nach einer Vorstellungsrunde und Besichtigung des griechisch-katholischen Gymnasiums untersuchten Schüler mit der Bisel-Methode das Makrozoobenthos  des Flusses Bódva, einem Donau-Zufluss. Hierbei wird mit Hilfe von Zeigerorganismen, welche mit dem Auge erkennbar sind, die Gewässergüte bestimmt. Nach einer Nacht in einem Hotel von Miskolc, einer größeren Stadt in der Nähe von Edelény, fuhr man zum Nationalpark Aggtelek in der Nähe der slowakischen Grenze, wo die Besichtigung einer großen Tropfsteinhöhle ein weiteres Highlight war.

Frankfurter Erklärung der deutschen UNESCO-Projektschulen vom 26.02.2016

„Die UNESCO-Projektschulen in Deutschland verurteilen die in den letzten Monaten zunehmenden Gewalttaten gegen Flüchtlinge als Verstöße gegen die Menschenrechte und gegen die grundlegenden Werte unserer Demokratie, denen wir als UNESCO-Projektschulen in besonderem Maße verpflichtet sind. In der derzeitigen aufgeheizten gesellschaftlichen Debatte appellieren wir an alle Beteiligten, zu einem umfassenden toleranten, respektvollen und konstruktiven Dialog zurückzukehren.“

Link zu den bayerischen UNESCO-Projektschulen