Archiv des Autors: Adelheid Seidl

Schule fürs Leben

Den Themenkomplex „Alltagskompetenzen und Lebensökonomie“ aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven zu betrachten, trägt zur ganzheitlichen Bildung unserer Schülerinnen und Schüler bei. Das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat zu diesem Thema das verpflichtende Projekt „Schule fürs Leben“ auf den Weg gebracht. Dinge, mit denen wir alltäglich in Berührung kommen, sollten den Schülerinnen und Schülern nähergebracht werden. In der Woche vom 19.07.2022 bis 26.07.2022 haben wir, die Ludmilla-Realschule, das Projekt umgesetzt. So wurde z. B. die Milchoase Kieninger in Reibersdorf besichtigt, um zu sehen, wie ein Teil unserer Grundnahrungsmittel produziert wird. Außerdem spielt das Thema „Nachhaltigkeit“ eine Rolle. Wir setzten uns mit der Frage „Wie können wir verantwortungsbewusst mit unserer Umwelt umgehen?“ auseinander. Hier kommt z. B. das Thema „Mülltrennung“ beim ZAW Straubing und bei einem Vortrag zum Thema „Plastikfrei leben“ von Mascha Wigges zum Tragen. Im IT-Unterricht gestalteten die Schülerinnen und Schülern unter Leitung von Frau Lisa Eigenstetter-Bösl und Herrn Johann Bachl Rezepthefte für eine sinnvolle Resteverwertung. Die Schülerinnen und Schüler haben sich außerdem mit ihren eigenen Stärken an einem Projekttag bei Frau Petra Liebl und dem Projekt „Maß halten“ bei Herrn Peter Werner auseinandergesetzt. Desweitern wurde noch der Gemüsehof Stangl, der Edeka-Markt Moder und der Campus in Straubing zum Thema „Alltagskompetenzen und Lebensökonomie“ besucht.

Text: Christina Peintinger

Besuch des NS-Dokumentationszentrum in Nürnberg

Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes besuchten die Klassen 9a und 9d das NS- Dokumentationszentrum und das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Da der Besuch des Museums aufgrund von Baumaßnahmen nicht möglich war, hatten die Klassen die Möglichkeit die Gebäudereste und Infrastruktur des Areals sowie den Größenwahn der Nazis näher kennen zu lernen.
Mit kompetenten Guides wurde zunächst die unvollendete Kongresshalle im Innenhof bestaunt. Diese sollte die größte Halle der Welt werden, in der die NSDAP sich selbst inszenieren wollte. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren viel über die verwendeten Materialien und deren Herkunft. Außerdem wurden ihnen die geplante Nutzung und die heutige Verwendung des Areals nähergebracht. Aufgrund des Kriegsausbruches fand hier – wie auch bei anderen Gebäuden – ein Baustopp statt. Rund um den Dutzendteich wurde zunächst die „Große Straße“ betreten. Diese war für militärische Aufmärsche geplant. Heutzutage finden hier am Ende der Straße das Volksfest und „Rock im Park“ statt. Gleichzeitig ist sie Nürnbergs größter Parkplatz. Am Grundstein des „Deutschen Stadions“ und an den Außenanlagen des Märzfelds vorbei ging es weiter zum Zeppelinfeld und zur Zeppelintribüne. Hier konnte man einen Eindruck über die gigantischen Dimensionen der NS-Selbstdarstellung gewinnen. Mithilfe der Guides war es sogar möglich, die baufälligen Innenräume der Tribüne zu besichtigen.
Den Abschluss der drei stündigen Führung bildete der Besuch des Biergartens Wanner, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.

Text & Foto: Silvia Wolf und Siegbert Kopp

Karten lesen – Quiz lösen: 

Der Projekttag „nei kemma“ in der 5. Jahrgangsstufe 

 

Schatzkarte, Salzhandel, Steinerne Brücke – und was hat die Donau damit zu tun? 

 

Kurz vor den Osterferien fand für die SchülerInnen aus allen fünften Klassen ein weiterer Baustein unseres Übergangskonzepts statt: Der Projekttag „nei kemma – Karten-Lesen“.
Da die Realschule Bogen UNESCO-Schule ist, sollten auch unsere „Jüngsten“ den Begriff UNESCO nicht nur theoretisch kennen. Daher entschied sich das Schulentwicklungsteam zusammen mit der Fachschaft Geografie, für den Projekttag die von unserer Schule aus nächstgelegene UNESCO-Weltkulturerbestätte, die Altstadt von Regensburg, zu wählen. Bekanntlich liegt Regensburg ja ebenso an der Donau wie die Stadt Bogen, so dass fast wörtlich das Motto des Volksliedes „Bin a Schiffsmo und fahr auf da Doana“ galt. Dieses Lied wurde im Musikunterricht einstudiert und begeistert gesungen, im Fach Kunst gestalteten die SchülerInnen Schatzkarten mit Bezug zum Stadtplan von Bogen. 
 

 

Zum Einstieg in den „nei kemma – Karten-Lesen“-Projekttag wurden die SchülerInnen anhand mehrerer Aufgaben von Bogen sozusagen donauaufwärts nach Regensburg geleitet. Spielerisch und digital mit Hilfe interaktiver Inhalte lernten die SchülerInnen im Laufe des Vormittags einzelne Sehenswürdigkeiten der Regensburger Altstadt kennen. Sie lösten bei jeder Sehenswürdigkeit Rätsel zum Themenbereich Kartenlesen und eine themenbezogene Maßstabsaufgabe. Wie hoch ist das Ostentor? Wie lang die Steinerne Brücke? Im Vordergrund dieses Bausteins unseres Übergangskonzepts stand die Verbindung von fachlichem Lernen und überfachlichen Kompetenzen: Salz als „Gold des Mittelalters“ war Schwerpunkt beispielsweise bei der Sehenswürdigkeit „Salzstadel“. Anhand der Bayernkarte im Schulatlas mussten die SchülerInnen herausfinden, auf welchen Wasserstraßen das Salz im Mittelalter aus Bad Reichenhall nach Regensburg transportiert wurde. „Wie weit ist das in Wirklichkeit?“, fragten sich die SchülerInnen mit Blick auf ihre Tablets. Geschickt und in kleinen Gruppen nutzten sie Apps und Erklärvideos zur Lösung der Quizaufgaben. Diese Videos wurden speziell für diesen Projekttag mit Unterstützung der TutorInnen erstellt. „Das Arbeiten mit dem Tablet hat mir besonders Spaß gemacht“, meinte eine Schülerin im Anschluss.

 

Integriert in den Projekttag wurde auch die wöchentliche Lesestunde für unsere 5. KlässlerInnen. Passend zum Thema Regensburg wurde die Sage der Steinernen Brücke zu Regensburg intensiv gelesen. Eine spezielle virtuelle Lesestunde für SchülerInnen in Quarantäne wurde ebenfalls angeboten. So konnte die Steinerne Brücke auf digitalem Wege auch vor dem heimischen Computer erkundet werden. 

 

Eine Überraschung für unsere FünftklässlerInnen hatte sich das Studienseminar Geografie bzw. Geschichte ausgedacht: Mit Mantel und Hut brütete der Kartograf Gerhard Mercator im dunklen Studierzimmer über ersten brauchbaren Landkarten. Vor über 500 Jahren galt er als Erfinder des ersten Atlas. Unsere Referendare stellten diese Szene anhand eines Rollenspiels vor und beantworteten viele Fragen der kleinen neugierigen Forscher. 

 

Auch an kreative Phasen im Lauf des Projektvormittags wurde gedacht: Oberpfalz? Niederbayern? Unter-, Mittel-, Oberfranken? Kein Problem für eifrige Kartenzeichner: Die SchülerInnen erstellten Bilder im Zentangle-Style anhand einer Umrisskarte von Bayern mit den Regierungsbezirken. Auch hier wurde wieder der Bezug zur bayerischen Heimat gefördert. Dieser abwechslungsreiche und spannende Vormittag mit Fragen rund ums Kartenlesen endete mit einem digitalen Quiz. Hier galt es für die Urkunde zur „Jahrgangsstufensiegerklasse“ gemeinsam Punkte zu ergattern.  

 

 

FAIRnetzen


Direkt vor den Pfingstferien fand für die Klasse 6A ein Blockseminar zur Medienpädagogik nach dem Prinzip des FAIRnetzens statt. Da die Inzidenz es nicht anderweitig zuließ, fand das Seminar digital über Microsoft Teams statt. Aufgrund der stark erhöhten Bildschirmzeit der SchülerInnen durch die Pandemie rückt der richtige Umgang mit Medien besonders in den Vordergrund. Der sichere Umgang mit dem Internet, ein Aufzeigen der legalen Grenzen, ein mit dem Smartphone und Computer einhergehendes Suchtpotential, aber auch gefährliche Phänomene, wie beispielsweise Cybermobbing, waren Gegenstand der zweitägigen Veranstaltung. Dabei wurde auf einen spielerischen, aber dennoch kritischen Umgang mit dem Thema und außerdem auch auf eine intensive Selbstreflexion der TeilnehmerInnen geachtet. Das Feedback der SchülerInnen gab der Veranstaltung recht: Sie gaben an, sich nun im Umgang mit dem Internet sicherer zu fühlen und ihren eigenen Medienkonsum intensiver zu hinterfragen.

Tag der Zahngesundheit

Am 25. September war der offizielle Tag der Zahngesundheit und es traf sich gut, dass genau an diesem Tag Dr. Andreas Detterbeck, Facharzt für Kieferorthopädie, zu Gast bei uns an der Ludmilla-Realschule war, um den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen „auf den Zahn zu fühlen“. In einem kurzweiligen Vortrag lernten die Kinder, dass die bleibenden Zähne möglichst lange erhalten bleiben, wenn man sich richtig die Zähne putzt, regelmäßig den Zahnarzt aufsucht, eine fluoridhaltige Zahnpasta benutzt und auf zuckerhaltige Speisen und Getränke verzichtet. Das große Interesse der Schüler zeigte sich in den zahlreichen Zwischenfragen und Erfahrungsberichten vom eigenen Zahnarztbesuch, sodass die 45 Minuten kaum ausreichten, um alle Fragen zu beantworten. Am Ende der außerordentlichen Schulstunde wusste aber jeder Schüler, was die Abkürzung KAI bedeutet (beim Zähneputzen erst die Kau-, dann die Außen- und dann die Innenflächen putzen) und dass gesunde Zähne für ein strahlendes Lächeln unverzichtbar sind.

Text: Birgit Reindlmeier

Fotos: Uli Kimberger