Soziales Lernen

Soziales Lernen? Soziales Lernen!

Dahinter verbirgt sich ein Wahlfach, das ursprünglich aus fächerübergreifenden Projekten in der Jahrgangsstufe 9 entstand. Diese Projekte zwischen Schülern der Ludmilla-Realschule und dem Leonhard-Kaiser-Haus, einem Seniorenheim in Bogen, mündeten nach zwei Jahren in das Wahlfach „Soziales Lernen“.

Diese Zusammenarbeit sollte auf jeden Fall weitergeführt werden, da sich herausstellte, dass sowohl die Senioren, als auch die Schülerinnen und Schüler bei den verschiedenen Aktivitäten im Rahmen der Projekte große Begeisterung zeigten. Alle Beteiligten erkannten, dass von der Begegnung von Jung und Alt beide Generationen profitieren, Vorurteile abgebaut und Gemeinsamkeiten entdeckt werden können.

So entstand die Idee, den Kontakt zum Seniorenheim aufrecht zu erhalten. Anfängliche Zweifel, genügend Teilnehmer zu finden, wurden schnell zerschlagen. Unter den zahlreichen interessierten Kindern muss nun jedes Jahr das Los über die Teilnahme entscheiden.

Was tun die Schüler in diesem Wahlfach?

Soziales LernenRegelmäßig basteln die Senioren und Jugendlichen der Jahreszeit entsprechende Dinge, stellen Christbaumschmuck her, binden vor Ostern Palmbuschen, spielen Karten oder machen gemeinsame Spaziergänge an der frischen Luft, wozu natürlich zuerst ein sog. „Rollstuhlführerschein“ gemacht werden muss. Durch entsprechende Informationen seitens der Heimleitung und des Sozialdienstes bekommen unsere und Schülerinnen und Schüler zudem einen Einblick in das Berufsfeld der Altenpflege.

Was lernen die Schüler dabei?

Während des gesamten Schuljahres können die Jugendlichen so Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen, Kompromissfähigkeit, Kritikfähigkeit und Werte wie Toleranz, Respekt und Achtung lernen und ausprägen und haben so im wahrsten Sinne des Wortes „für´s Leben“ gelernt.

Was bringt die Zukunft?

Das Wahlfach „Soziales Lernen“ soll auf jeden Fall weiterbestehen und Bestandteil des Schulprofils bleiben. Wie wichtig diese Arbeit ist, beweist auch, dass dieses Wahlfach als Partnerprojekt beim Bayerischen Sozialministerium aufgenommen wurde. Dieses fördert und unterstützt unter dem Motto „ganz jung. ganz alt. ganz ohr.“ die Zusammenarbeit von jungen und alten Menschen.