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Mein Kind ist krank – was nun?

Hier finden Sie unser Hygienekonzept: Stand 2020-10-09

Wir wünschen einen erfolgreichen Verlauf des Schuljahres, bleiben Sie gesund.

Mit besten Grüßen

S. Renner

Ein Lesekünstler an der Ludmilla-Realschule Stefan Gemmel liest aus seinem Buch „Lukas und der Zauberschatten“

Wie geht denn so was? Ein erfolgreicher Kinder- und Jugendbuchautor, der früher gar keine spannenden Geschichten geschmökert hat? Keine „Fünf Freunde“? Keine „Drei Fragezeichen“, nicht mal „Die Schatzinsel“? „Na ja, es blieb zum Glück nicht dabei“, räumte Stefan Gemmel vergangenen Montag an der Ludmilla-Realschule ein. Das Glück marschierte in Gestalt seiner Deutschlehrerin an. Die knallte ihm eines Tages mitten im Unterricht einen Wälzer auf die Tischplatte, der nichts mit dem Lehrplan zu tun hatte. „Das war so ihre Art, sie schleppte immer schwere Taschen voller Nachschub für die Schüler mit und hatte wahrscheinlich Tausende Bücher zu Hause.“ Der junge Stefan begann sein erstes Buch höchst widerwillig – und verschlang es dann in einem Zug. Fortan ging’s nicht mehr ohne. Vom Verächter zum Verehrer der bedruckten Seiten: Es ist seine eigene Geschichte, die Stefan Gemmel zu Beginn seiner Lese-Shows für Kinder und Jugendliche gern erzählt. Der 46-Jährige aus Lehmen an der Mosel gilt nicht nur als Vielschreiber – 52 Titel gehen bereits auf sein Konto – sondern auch als Vielvorleser. Er tourt durch Deutschland und Europa, besucht deutsche Schulen in Paris, Prag, Rom. Seine Bestseller heißen „Geistergefährte“ oder „Im Zeichen der Zauberkugel“. Aber auch „Keine Angst, kleiner Hase“. Zielgruppe der Schmöker, Shows und Schreibwerkstätten sind junge Leute im Alter zwischen drei und 18 Jahren. Einen Band der sechsteiligen „Zauberschatten“-Reihe hat er mit an die Realschule gebracht. Gespannt lauschen die Fünftklässler der fantastischen Geschichte, in der ein Teenager nur eine gemeine Mutprobe bestehen soll, zu der er herausgefordert wurde. Als ihn jedoch ein seltsamer alter Mann aufhält, gerät er in einen Strudel aus unglaublichen Ereignissen! Der Mann behauptet, ein Magier zu sein, und stellt sich ihm als Schüler Merlins vor. Lucas soll ihm helfen, einen uralten Fluch zu brechen, und muss dafür zurück ins Camelot der Zeit König Artus‘ reisen…  . Gemmels Auftritt ist mitreißend, quirlig aber durchdacht. Die Sprache kommt beim jungen Publikum an. Von Zeit zu Zeit hält er inne, stellt Verständnisfragen, bezieht die Kinder ins Geschehen ein. Und beantwortet selbst Fragen, wie: „Schreibst Du mit der Hand oder am Computer? Wieviel verdienst Du? Wie lange brauchst Du für eine Geschichte?“ Der Autor erklärt und erzählt, zeigt Illustrationen, entfaltet Druckfahnen. Und vermittelt so auch noch ganz nebenbei, wie ein Buch entsteht. Oft heißt es ja, dass sich der Nachwuchs nicht mehr für Bücher interessiert. Das stimmt aber nur bedingt. Stefan Gemmel schaffte es, mit seinen Geschichten, die Schüler zu fesseln, mit Beamer, Fotos und viel Aktion. Er nahm sie mit auf eine Lese-Reise. Den Titel „Deutschlands Lesekünstler“ erhielt der Autor 2011 und wenn man seine Interpretationen der verschiedenen Tierstimmen von Hamster, Frettchen, Hund und Siebenschläfer erlebt, versteht man, warum Vorlesen auch tatsächlich Kunst sein kann. 

Bilder und Text: Uli Kimberger

Tag der Zahngesundheit

Am 25. September war der offizielle Tag der Zahngesundheit und es traf sich gut, dass genau an diesem Tag Dr. Andreas Detterbeck, Facharzt für Kieferorthopädie, zu Gast bei uns an der Ludmilla-Realschule war, um den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen „auf den Zahn zu fühlen“. In einem kurzweiligen Vortrag lernten die Kinder, dass die bleibenden Zähne möglichst lange erhalten bleiben, wenn man sich richtig die Zähne putzt, regelmäßig den Zahnarzt aufsucht, eine fluoridhaltige Zahnpasta benutzt und auf zuckerhaltige Speisen und Getränke verzichtet. Das große Interesse der Schüler zeigte sich in den zahlreichen Zwischenfragen und Erfahrungsberichten vom eigenen Zahnarztbesuch, sodass die 45 Minuten kaum ausreichten, um alle Fragen zu beantworten. Am Ende der außerordentlichen Schulstunde wusste aber jeder Schüler, was die Abkürzung KAI bedeutet (beim Zähneputzen erst die Kau-, dann die Außen- und dann die Innenflächen putzen) und dass gesunde Zähne für ein strahlendes Lächeln unverzichtbar sind.

Text: Birgit Reindlmeier

Fotos: Uli Kimberger

Herzlichen Glückwunsch! PET-Test erfolgreich bestanden!

Endlich war es soweit! Die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am PET-Test konnten zu Beginn des neuen Schuljahres ihr Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme in Empfang nehmen. Wir gratulieren herzlich dazu!

Beim PET-Test handelt es sich um eine Sprachprüfung mittleren Schwierigkeitsgrades, die jedes Jahr von zahlreichen Kandidaten weltweit abgelegt wird. Sie umfasst die Bereiche Textverständnis (Reading), Schreibfertigkeit (Writing), Hörverständnis (Listening) und Sprechfertigkeit (Speaking).

Viele Firmen erkennen das erworbene Zertifikat als Nachweis dafür an, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber die englische Sprache sicher genug beherrscht, um sie in der Berufswelt effektiv anzuwenden. Die erlernte Kommunikationsfähigkeit ist in vielen Situationen des Alltags und Berufslebens von großem Wert.

Dank des Engagements der Eltern, die die Prüfungsgebühr von 94 Euro bezahlten, der durchführenden Lehrkräfte unserer Schule und natürlich der Schülerinnen und Schüler, die freiwillig nachmittags an einem mehrstündigen Vorbereitungskurs teilnahmen und die Prüfung an zwei Samstagen ablegten, konnte der Test auch dieses Jahr wieder erfolgreich durchgeführt werden.

Text: Silvia Wolf

Bild: Uli Kimberger 

Ein zu Hause für die Insekten

Endlich können die Insekten auch „Urlaub“ machen. Die im Herbst im Technikhaus für Kinder angefertigten Insektenhotels wurden im Winter und im Frühjahr während der Coronazeit mit maximal vier Schülerinnen und Schülern eingerichtet und fertig gestellt. Felix Greisinger aus der 8d hat dann zusammen mit Herrn Werner die Insektenhotels im Schulgarten platziert. Ergänzend dazu wurde extra ein Beet mit Blühpflanzen angelegt, um den Insekten auch etwas Nahrung anzubieten. Die ersten Hotelgäste haben sich bereits eingefunden.

Bilder und Text: Peter Werner

Zweite Pflanzung im Schulgarten mit Abstand

Bei der ersten Pflanzung waren noch keine Schüler der Schulgarten AG beteiligt. Es waren nur Peter Werner und zwei weibliche Mitglieder der GemüseAckerdemie, die die ersten Aussaaten und Anpflanzungen durchgeführt haben. Bei der zweiten Pflanzung waren bereits drei Schülerinnen mit großer Freude und dem entsprechenden Abstand dabei. Zuerst wurde gemähtes Gras als Mulchmaterial auf die vorbereiteten Beete aufgebracht und dann Gurken-, Zucchini-, Kürbis- und Tomatenpflanzen gesetzt. Abschließend säten die Schülerinnen vermischt mit Sand Feldsalat-, Spinat- und Endiviensamen aus. Man merkte allen Beteiligten an, dass es nach der langen Pause wieder richtig Freude machte im Schulgarten zu arbeiten. Alle Pflanzen stammen von der Biogärtnerei Justland in Straubing. All die Pflanzaktionen wurden bisher gesponsert von der AOK Bayern.

Bilder und Text: Werner Peter

Religionsunterricht einmal anders!

Endlich war es so weit: Die Religionsstunde sollte einmal anders ablaufen als sonst. Am Dienstag, den 18.02.2020, erhielt die Klasse 7c Besuch von der muslimischen Schülerin Hamide, die in Straubing in die 11. Klasse des Ursulinen-Gymnasiums geht. Nachdem im katholischen Religionsunterricht  mehrere Wochen lang intensiv der Islam durchgenommen wurde, hatten unsere Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, der Jugendlichen quasi aus erster Hand Fragen zu Leben und Glauben im Islam zu stellen. Auf die Idee gekommen ist die Klasse nach dem Lesen eines Zeitungsartikels über Hamide in der „Freistunde“ des Straubinger Tagblatts. In diesem Artikel sprach das 17-jährige Mädchen sehr offen über Anfeindungen und diskriminierende Bemerkungen, denen sie in Straubing in der Vergangenheit bereits ausgesetzt war. Aufgrund ihres Kopftuches, das sie aus Überzeugung und ohne jeglichen Zwang seit ihrem 12. Lebensjahr trägt, bekam Hamide Vorurteile über Muslime am eigenen Leib zu spüren. Die Kinder der Klasse 7c zeigten sich berührt von den Schilderungen des Mädchens und beschlossen kurzerhand der jungen Frau einen Brief zu schreiben, in dem sie ihrem Unverständnis gegenüber ausländerfeindlichen Reaktionen ehrlich Ausdruck verliehen. Umso größer war die Freude, als Hamide der Einladung zu einem Besuch in zwei Schulstunden ganz unkompliziert folgte. Zusammen mit der Autorin der „Freistunde“, Melanie Nusko, erschien sie pünktlich zur ersten Stunde im Klassenzimmer und beantwortete mit bemerkenswerter Offenheit und Heiterkeit alle Fragen der Schüler. Der aufmunternde Hinweis Hamides, dass es keine dummen Fragen gebe, löste die anfängliche Zurückhaltung bei einigen sofort auf. Die sympathische junge Frau erzählte auch viele Geschichten aus ihrem Privatleben und plauderte über Hobbys, Freundinnen, die Familie und ihren späteren Berufswunsch. Wir erfuhren auch, dass es unterschiedliche Arten gibt, das Kopftuch zu binden und sie im Sportunterricht eine spezielle Kopfbedeckung trägt. Bei Saft und Kuchen vergingen die beiden Schulstunden in lockerer Runde wie im Fluge. Nach diesem Zusammentreffen wurden die Jugendlichen in ihrer Überzeugung noch einmal gestärkt, dass Toleranz und Offenheit für andere Kulturen und Religionen eine wichtige Grundlage für ein friedliches Miteinander darstellen. Alle waren sich einig: Je mehr man weiß, desto besser und sicherer kann man in alltäglichen Diskussionen bei aufflammenden Vorurteilen kontern.

Text: Claudia Eckl-Stürzer