durch kemma – Karten-Lesen

durch kemma – Karten-Lesen 

Der Projekttag „nei kemma“ in der 5.Jahrgangsstufe: 

Schatzkarte, Salzhandel, Steinerne Brücke – und was hat die Donau damit zu tun?

durch kemma – Rätsel

 

 

Kurz vor den Osterferien fand für die SchülerInnen aus allen fünften Klassen ein weiterer Baustein unseres Übergangskonzepts statt: Der Projekttag „nei kemma – Karten-Lesen“.
Da die Realschule Bogen UNESCO-Schule ist, sollten auch unsere „Jüngsten“ den Begriff UNESCO nicht nur theoretisch kennen. Daher entschied sich das Schulentwicklungsteam zusammen mit der Fachschaft Geografie, für den Projekttag die von unserer Schule aus nächstgelegene UNESCO-Weltkulturerbestätte, die Altstadt von Regensburg, zu wählen. Bekanntlich liegt Regensburg ja ebenso an der Donau wie die Stadt Bogen, so dass fast wörtlich das Motto des Volksliedes „Bin a Schiffsmo und fahr auf da Doana“ galt. Dieses Lied wurde im Musikunterricht einstudiert und begeistert gesungen, im Fach Kunst gestalteten die SchülerInnen Schatzkarten mit Bezug zum Stadtplan von Bogen. 
 

 

Zum Einstieg in den „nei kemma – Karten-Lesen“-Projekttag wurden die SchülerInnen anhand mehrerer Aufgaben von Bogen sozusagen donauaufwärts nach Regensburg geleitet. Spielerisch und digital mit Hilfe interaktiver Inhalte lernten die SchülerInnen im Laufe des Vormittags einzelne Sehenswürdigkeiten der Regensburger Altstadt kennen. Sie lösten bei jeder Sehenswürdigkeit Rätsel zum Themenbereich Kartenlesen und eine themenbezogene Maßstabsaufgabe. Wie hoch ist das Ostentor? Wie lang die Steinerne Brücke? Im Vordergrund dieses Bausteins unseres Übergangskonzepts stand die Verbindung von fachlichem Lernen und überfachlichen Kompetenzen: Salz als „Gold des Mittelalters“ war Schwerpunkt beispielsweise bei der Sehenswürdigkeit „Salzstadel“. Anhand der Bayernkarte im Schulatlas mussten die SchülerInnen herausfinden, auf welchen Wasserstraßen das Salz im Mittelalter aus Bad Reichenhall nach Regensburg transportiert wurde. „Wie weit ist das in Wirklichkeit?“, fragten sich die SchülerInnen mit Blick auf ihre Tablets. Geschickt und in kleinen Gruppen nutzten sie Apps und Erklärvideos zur Lösung der Quizaufgaben. Diese Videos wurden speziell für diesen Projekttag mit Unterstützung der TutorInnen erstellt. „Das Arbeiten mit dem Tablet hat mir besonders Spaß gemacht“, meinte eine Schülerin im Anschluss.

 

Integriert in den Projekttag wurde auch die wöchentliche Lesestunde für unsere 5. KlässlerInnen. Passend zum Thema Regensburg wurde die Sage der Steinernen Brücke zu Regensburg intensiv gelesen. Eine spezielle virtuelle Lesestunde für SchülerInnen in Quarantäne wurde ebenfalls angeboten. So konnte die Steinerne Brücke auf digitalem Wege auch vor dem heimischen Computer erkundet werden. 

 

Eine Überraschung für unsere FünftklässlerInnen hatte sich das Studienseminar Geografie bzw. Geschichte ausgedacht: Mit Mantel und Hut brütete der Kartograf Gerhard Mercator im dunklen Studierzimmer über ersten brauchbaren Landkarten. Vor über 500 Jahren galt er als Erfinder des ersten Atlas. Unsere Referendare stellten diese Szene anhand eines Rollenspiels vor und beantworteten viele Fragen der kleinen neugierigen Forscher. 

 

Auch an kreative Phasen im Lauf des Projektvormittags wurde gedacht: Oberpfalz? Niederbayern? Unter-, Mittel-, Oberfranken? Kein Problem für eifrige Kartenzeichner: Die SchülerInnen erstellten Bilder im Zentangle-Style anhand einer Umrisskarte von Bayern mit den Regierungsbezirken. Auch hier wurde wieder der Bezug zur bayerischen Heimat gefördert. Dieser abwechslungsreiche und spannende Vormittag mit Fragen rund ums Kartenlesen endete mit einem digitalen Quiz. Hier galt es für die Urkunde zur „Jahrgangsstufensiegerklasse“ gemeinsam Punkte zu ergattern.  

 

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