Archiv der Kategorie: Allgemein

Tag der deutsch-französischen Freundschaft

Alljährlich am 22. Januar findet in Deutschland und Frankreich der „Deutsch-französische Tag“ statt.  Auch wir feiern an unserer Schule diesen Tag. Ein Ehrengast war dieses Jahr in der 10. Klasse: der Top-Eishockeyspieler der Straubing Tigers, Antoine Laganière. Er stammt aus dem französischsprachigen Teil Kanadas und stand den Schülerinnen und Schülern im Interview mit Frau Drexler Rede und Antwort.

Was wäre eine Feier ohne Kuchen? So wurden in der Pause von der Fachschaft Französisch gemeinsam mit den „élèves“ der 7., 8. und 9. Klassen französische Spezialitäten für die gesamte Schulfamilie verkauft: Croissants, Pains au lait, Pains au chocolat, Waffeln, Madeleines, Tartes und Flammkuchen. Der Erlös aus dem französischen Buffet kommt den Schülern der 7. und 9. Klasse zugute, die im Juli wieder zum Cinéfête, dem französischen Filmfestival, nach Straubing fahren. 

Text: Sylvia Diewald

Fotos: Drexler / Kimberger

Der Startschuss für die Projektpräsentationen im Schuljahr 2019/20 ist gefallen!

Am Dienstag, den 14. Januar 2020 hat die Klasse 9b unter der Leitung ihrer Klassenleiterin Frau Sylvia Diewald ihre Projektpräsentation zum Thema „Klimawandel und Umweltschutz“ gehalten. In insgesamt 5 Gruppen aufgeteilt wurden vor erfreulich zahlreichen Gästen die Unterthemen „Treibhauseffekt“, „Umweltbelastung durch Straßenverkehr“, „Erzeugungsformen elektrischer Energie“ sowie nach einer kurzen Kuchenpause noch die Bereiche „Meeresverschmutzung“ und schließlich „Recycling“ präsentiert. Lehrer, Vertreter des Elternbeirats, Eltern, Großeltern und Geschwister unserer Neuntklässler, aber auch der stellvertretende Schulleiter Herr Rummel waren sichtlich angetan von der unterhaltsamen Darbietungsweise.

Wenn auch der Klimawandel an und für sich ein sehr ernstes und zum Teil auch frustrierendes Kapitel unserer Zeit ist, haben es die Schüler mit abwechslungsreichen Darbietungen geschafft, die Zuschauer zum Staunen, zum Nachdenken und auch zum Schmunzeln zu bringen. Ein chemischer Versuch zum Nachweis von CO2 in der Atmosphäre, ein wasserstoffbetriebenes Modellauto, selbsterstellte Erklärvideos und Interviews und nicht zuletzt kurzweilige Rollenspiele, eine Plickers-Umfrage und anschauliche Realien vermittelten eine klare und eindeutige Botschaft: „Jeder einzelne muss sein alltägliches Handeln überdenken. Wir dürfen nicht warten bis die Politik alles für uns regelt und uns auch nicht von Widersprüchen entmutigen lassen. Wir selber beeinflussen die Entwicklung auf der Erde.“ Um diese Haltung zu unterstreichen, hatte sich die Klasse 9b übrigens entschieden, in der Pause Getränke in Glasflaschen anzubieten. Von den Elternspenden dafür wurde ein Teil an GREENPEACE gespendet, um diese weltweit tätige Umweltorganisation in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Bilder und Text: Sylvia Diewald

Leseabend der 5. Klassen

Kurz vor Weihnachten kamen unsere 5. Klässler zu einer ungewohnten Zeit in die Schule. Abends, als es draußen schon dunkel wurde, betraten sie ausgestattet mit Taschenlampen, Kissen und Decken unsere Schülerbücherei. Der Leseabend der 5. Klassen mit ihren Tutoren fand statt. Nachdem sich alle aufgeregt eingefunden hatten, startete der Abend in gemütlicher Atmosphäre mit einem, von Frau Drexler vorgetragenen, amüsanten Gedicht passend zu Weihnachten. Danach konnten die Schülerinnen und Schüler frei wählen, welcher Weihnachtsgeschichte sie nun lauschen wollen. Im Kerzenlicht wurde es sich dann in den Klassenzimmern gemütlich gemacht. Lesen macht natürlich auch hungrig und daher stärkten sich später alle bei einer gemeinsamen Lesepause mit Punsch und Plätzchen. Nach dem Basteln von Weihnachtskarten oder Stöbern in der Bücherei stand zum Abschluss des Abends eine Nachtwanderung an. Warm eingepackt und die Taschenlampe im Gepäck ging es los in den Europapark. Hier konnten sich unsere Schülerinnen und Schüler bei einer Gruselgeschichte noch etwas schaudern, bevor sich alle wieder auf den Weg zurück an die Schule machten.

Der Leseabend bildet einen schönen Abschluss des Jahres, stärkt den Klassenverbund und stellt die Wichtigkeit des Lesens heraus.

Schön war´s und vielen Dank an alle die mitgeholfen haben!

Bilder und Text: J. Rothbauer

Über Berufe reden

Berufsbörse an der Ludmilla-Realschule

„Wie sieht der Arbeitstag eines Azubis aus?“ „Welche Verdienstmöglichkeiten habe ich in diesem Beruf?“ „Welche Eigenschaften brauche ich für diese Ausbildung?“ Die Schüler der 8. Jahrgangsstufe hatten gleich nach den Weihnachtsferien die Gelegenheit, diese und viele weitere Fragen zu stellen. An diesem Tag fand zum zweiten Mal die Berufsbörse für die 8. Klassen statt. Dazu wurden zwölf Unternehmen aus der Region an die Ludmilla-Realschule eingeladen. Die Jugendlichen erhielten in kleinen Gruppen die Möglichkeit, einen Einblick in den Alltag eines Azubis zu bekommen. In den Unterrichtsräumen fanden dazu Vorträge der Auszubildenden und Ausbilder der Betriebe aus den technischen, kaufmännischen und sozialen Berufsbereichen statt. Nach kurzen Informationen zum Betrieb wurden verschiedene Ausbildungsberufe wie zum Beispiel Industriekauffrau/-mann, Mechatroniker, Krankenpfleger, Verfahrensmechaniker und viele weitere Berufe vorgestellt. Die Schüler konnten so auch Kontakte für ihre späteren Praktika knüpfen.

Die Referenten sprachen mit einem Augenzwinkern noch die vielleicht wichtigsten Informationen für die Schüler an: die tägliche Arbeitszeit, Urlaubstage und selbstverständlich das Gehalt. Eine Meinung teilten die Vertreter der Firmen und die Lehrer jedoch alle: Spaß am Beruf ist das Wichtigste! „Entscheidet euch für eine Ausbildung, die euch Spaß macht und nicht für eine, die möglichst angesehen ist oder die euch von anderen aufgedrängt wird“, rät auch die Organisatorin Petra Liebl den Schülern. Zum Infotag meinte die BwR-Lehrerin außerdem: „Die Berufsorientierung soll authentisch und für die Schüler greifbar sein. So liegt es nahe, die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft auszubauen und so einen Tag zu veranstalten, denn in den nächsten Jahren werden verstärkt beruflich qualifizierte Fachkräfte gesucht.“                            

Bilder und Text: Uli Kimberger

… wie nennt man eigentlich jemanden aus GUATEMALA?!

Diese und viele andere Fragen wurden den Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufen am 17. und 19.12.2019 von Herrn Dubon, einem waschechten GUATEMALTEKEN, beantwortet.

Der schon lange mit seiner Familie in Niederbayern lebende Mittelamerikaner nahm uns mit auf eine Bilderreise vom wilden Pazifikufer mit schwarzem Sand und haushohen Wellen, hin zur alten Hauptstadt Antigua, in der man sich –umgeben von 3 der 33 Vulkane des Landes – direkt in die spanische Kolonialzeit zurückversetzt fühlt, weiter zu den uralten Mayastädten Tikals im tropischen Regenwald bis zur karibischen Ostküste.

Ganz nebenbei lernten wir auch einige Traditionen aus „Land des ewigen Frühlings“ kennen, z.B. dass die Familien dort an Weihnachten die Herbergssuche nachspielen und nach der typischen Speise „Tamales“ (in Bananenblätter gewickelter Maisteig, der mit Fleisch, Käse oder anderen Zutaten gefüllt wird) die obligatorischen Böller krachen lassen.

Unterstützt wurde Herr Dubon von seiner Frau Ulrike und der 17jährigen Sandra Le Sage Fernandez, die in Guatemala eine Private Schule besucht und ihre Schulferien (Mitte Oktober bis Mitte Januar) hier in Bogen verbringt. Wir staunten sehr, als wir hörten, dass in Guatemala…

… der Unterricht täglich von 7.00 – 16.00 Uhr dauert und danach erst noch die  Hausaufgaben erledigt werden müssen!

… die Schüler in den Ferien soziale Arbeit in Kindergärten oder Kinderheimen verrichten müssen!

… Sandra von der Schule fliegen würde, wäre sie in einem Fach schlechter als Note 3!

… ihre Eltern ca. 400 Euro Schulgeld pro Monat zahlen müssen!

 

Adios Guatemala!

Bild und Text: Fachschaft Geographie

Kuchen für einen guten Zweck

Dank des Kuchenverkaufes am Elternsprechtag (4.12.19) konnte unsere Schule eine Spende in Höhe von 230 EUR an den Verein LichtBlick Seniorenhilfe e.V überweisen.

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Altersarmut“ ist der Verein eine Anlaufstelle für ältere Menschen in Not in Niederbayern.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Helfer und Kuchenbäcker.

Sonja Müller-Pertschy und Christina Peintinger

Projektschule

Bogen. (dw) Bereits 1993 ist die Ludmilla-Realschule als erste bayerische Realschule in das Unesco-Netzwerk aufgenommen worden. Seither sind die Schwerpunktziele dieser Organisation Menschenrechte, Umweltschutz, Toleranz, interkultureller Dialog und globales Lernen im Schulalltag integriert. Die praktische Einarbeitung dieser Ideen in den Schulalltag führte am Mittwoch zu einem Festakt, bei dem die Schule den Titel „Anerkannte Unesco-Projektschule“ verliehen bekam.

Weil die Realschule auch mit talentierten Musikanten punkten kann, wurden die Besucher in der Aula mit Musik empfangen. Konrektor Ulrich Rummel zeigte sich erfreut über die Anwesenheit der Unesco-Landesschulkoordinatorin in Bayern, Annabelle Junker, Landrat Josef Laumer und Bogens Bürgermeisterstellvertreter Fritz Bittner. „Unseren Schülern samt unseren beiden Unesco-Schulkoordinatoren Sonja Müller-Pertschy und Peter Werner gilt ein ganz großes Lob, weil sie mit ihrer unermüdlichen Arbeit unsere Welt ein Stück weit besser machen“, sagte er. Für den Landkreis Straubing Bogen gratulierte Landrat Josef Laumer, nachdem unter Regie von Sonja Müller-Pertschy Schüler der 10c mit einer „Fahrt auf der Donau“ darauf verwiesen hatten, dass dieser Fluss zum „Unesco-Weltnaturerbe“ erklärt werden müsste. Laumer betonte, dass man stolz auf solch eine engagierte Schule sein solle, die sich als demokratisches Gestaltungselement im Sinne der Unesco-Ziele profiliere. Die Stadt Bogen vertrat 3. Bürgermeister Fritz Bittner, der in seine Glückwünsche den Wunsch nach weiteren Aktionen zur Zusammenarbeit zwischen den Nationen einband. Immer wieder sorgten im Festprogramm szenische Aufführungen und musikalische Beiträge für Beifall. So vermittelten die von den „Halleluja“ singenden Schülern hoch gehaltenen, hell leuchtenden Kerzen eine noch feierlichere Wirkung, während der schwungvolle Jingle-Bell-Weihnachtstanz die Zuschauer mit auf den Weg zum nahenden Christfest nahm. Und sogar der berühmte Sänger Elton John machte seine Aufwartung, denn einfallsreich hatte Musiklehrerin Karin Saller nach der Melodie „Can you feel the love tonight“ den „Ludmilla-Realschule-Unesco-Song“ getextet. Schüler, Lehrer und natürlich die ganze Teilnehmerschar stimmten voller Freude ein, wenn es hieß „Frieden und Gerechtigkeit, kein Hunger, keine Armut alle Zeit“.

Sie zeige sich sehr erfreut darüber, dass sie den von der Schule schon seit über 25 Jahren erstrebten Titel „Unesco-Projektschule“ vergeben dürfe, sagte Annabelle Junker. Mit dieser Ernennung werde die Ludmilla-Realschule ganz offiziell in den internationalen Austausch mit 11 500 Projektschulen in 182 Ländern aufgenommen. „Ihr habt dazu beigetragen, eine Kultur der Toleranz, des gegenseitigen Verständnisses und des Miteinanders zu schaffen.“ Stellvertretend für die ganze Schule nahmen die beiden Unesco-Schulkoordinatoren und Direktor Stefan Renner die Urkunde entgegen. Anschaulich unterstrichen wurde dieser Ehrenakt durch Sechstklässler, die in einem Sprechstück die sechs Unesco-Schwerpunkte vorstellten. In der Aula setzten die Schüler dann einen fulminanten Schlussakkord: Mit den Klassen 9d, 10b und 10d ließ Peter Werner über 100 bunte Luftballons hochsteigen.

Projekte an der Ludmilla-Realschule

Konrektor Ulrich Rummel erinnerte in seiner Ansprache an einige Projekte der Schüler, wie den Verkauf von Fairtrade-Produkten, an den Verzicht auf Plastik und an das ausgeklügelte Mülltrennungssystem. Im Wahlfach „Soziales Lernen“ bestehe schon seit Jahren eine Partnerschaft mit den Senioren des Leonhard-Kaiser-Hauses. Die Schulpartnerschaft mit Plana in Tschechien passe in das Unesco-Konzept. Bewundernswert habe sich der im benachbarten Europapark gelegene große Schulgarten entwickelt, der von Peter Werner und seiner Schulgarten-AG bewirtschaftet und sogar abgeerntet werde.

Fotos: Ulrich Kimberger